Noch diese Woche
EU könnte O2-Kaufpläne für E-Plus durchwinken

Voraussichtlich verschmelzen die Mobilfunk-Anbieter E-Plus und O2 zum Marktführer in Deutschland. Einem Bericht zufolge wird die EU-Kommission noch diese Woche über die Fusion entscheiden – und wohl zustimmen.
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BerlinDie EU-Kommission entscheidet einem Medienbericht zufolge möglicherweise schon bald über die geplante Übernahme des Mobilfunk-Anbieters E-Plus durch den Rivalen O2. Bereits in dieser Woche könnte dies der Fall sein, berichtete „Bild“ am Montag unter Berufung auf informierte Kreise in Brüssel. Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sei gewillt, die 8,6 Milliarden Euro schwere Übernahme durchzuwinken und sich über den Widerstand nationaler Kartellbehörden hinwegzusetzen.

Noch in der vergangenen Woche hätten die Vertreter nationaler Kartellämter bei einem Treffen mit Almunia mehrheitlich gegen den Deal gestimmt, unter anderem die Vertreter aus Deutschland, Österreich und Irland. Die Kommission hat sich bis zum 10. Juli Zeit für eine Entscheidung gegeben.

Sollte die Fusion gelingen, würden der dritt- und der viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland zum neuen Marktführer vor der Deutschen Telekom und Vodafone zusammengehen. Aus dem Umfeld der Brüsseler Wettbewerbshüter verlautete zuletzt, dass die Übernahme mit Auflagen genehmigt werden solle. Das neue Unternehmen müsste aber mindestens ein Fünftel seiner Kapazitäten an Rivalen ohne eigenes Mobilfunknetz abgeben, hieß es. Die Kommission hatte das Mitte 2013 angekündigte Vorhaben intensiv unter die Lupe genommen, da sie nach einer Fusion steigende Mobilfunkpreise in Deutschland befürchtet. Die spanische o2-Mutter Telefonica und ihr Deutschland-Ableger haben Zugeständnisse angeboten, unter anderem Starthilfe für einen neuen Wettbewerber.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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