Nokia
Apple-Patentabkommen steigert Gewinn

Netzwerkausrüster Nokia sorgten im zweiten Quartal mit einem unerwarteten Gewinnsprung. Mit einer Umsatzsteigerung um 73 Prozent übertraf der Konzern alle Einschätzungen. Ausschlaggebend war ein Patentabkommen mit Apple.
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HelsinkiEin Patentabkommen mit Apple hat beim Netzwerkausrüster Nokia für einen überraschenden Gewinnsprung gesorgt. Der Betriebsgewinn schoss im zweiten Quartal um 73 Prozent auf 574 Millionen Euro in die Höhe und übertrafen damit die Analystenschätzungen deutlich. "Wir gewinnen derzeit Marktanteile hinzu", sagte Konzernchef Rajeev Suri am Donnerstag in Helsinki. "Erste Signale sehen recht vielversprechend für die künftige Entwicklung der Marktanteile aus." Aktionäre reagierten entzückt: Der Aktienkurs kletterte um 5,5 Prozent.

Nokia und Apple legten im Mai ihren Clinch bei. Die Finnen, einst Weltmarktführer bei Mobiltelefonen, warfen dem iPhone-Hersteller vor, Patente verletzt zu haben. Sie kassieren nun Lizenzgebühren von Apple. Nokia bekräftigte sein Ziel, im Geschäftsjahr eine operative Gewinnmarge von acht bis zehn Prozent in einem Netzwerkgeschäft zu erreichen, das fast 90 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Das Unternehmen entwickelt sich derzeit besser als die Konkurrenten. Der tiefrote Zahlen schreibende schwedische Rivale Ericsson sorgt mit Stellenabbau und Kostensenkungen für Schlagzeilen. Der Branche macht die schwache Nachfrage von Telekomunternehmen zu schaffen: In den Industrieländern sind viele Mobilfunkprojekte abgeschlossen, der Übergang zur nächsten Generation 5G steht wohl erst ab 2019 an. Nokia sieht sich durch den Kauf des Konkurrenten Alcatel-Lucent - der stärker im Festnetzgeschäft verwurzelt ist - breiter aufgestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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