Nokia Siemens
Verkauf kommt wieder in Schwung

Der Verkauf des Netzwerkbauers Nokia Siemens Networks nimmt Formen an: Angeblich interessieren sich die Finanzinvestoren KKR und TPG für den Netzwerkbauer.
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MünchenDie Verhandlungen über einen Verkauf des Netzwerkbauers Nokia Siemens Networks (NSN) kommen Kreisen zufolge wieder in Schwung. Für zwei Investorengespanne seien die Bücher des deutsch-finnischen Gemeinschaftsunternehmens geöffnet worden, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Agentur Reuters.

Demnach interessieren sich die Finanzinvestoren TPG und KKR zusammen für NSN wie auch Platinum Equity und der Telekommunikationsspezialist Gores. "Die Glut war nie ganz aus, aber jetzt lodert sie wieder", sagte ein Kenner des Prozesses.

Beide Interessenten seien schon seit längerem mit den Besitzern Siemens und Nokia wegen NSN in Kontakt. Das Magazin "Capital" berichtet vorab ebenfalls von dem Vorgang. Siemens wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Die amerikanische Gores-Gruppe ist mit Siemens wohl vertraut, gemeinsam besitzen sie den Firmennetzbauer SEN. Die Verhandlungen würden aber noch einige Zeit dauern, eine Entscheidung sei noch nicht absehbar, hieß es aus Konzernkreisen.

Die Gespräche bekamen frischen Wind mit dem Abschluss der Übernahme der Motorola-Netzwerksparte durch NSN Ende April, nachdem die Parteien einen Streit mit dem chinesischen Rivalen Huawei beilegen konnten. Siemens und der finnische Handyriese versuchen seit längerem, ihre Anteile an dem gebeutelten Netzwerkhersteller zu verkaufen.

Nach dem Start 2007 kam NSN nie richtig in Fahrt und schrieb fast jedes Quartal rote Zahlen. Tausende Stellen wurden abgebaut. Die chinesischen Konkurrenten setzen dem Unternehmen mit Kampfpreisen immer mehr zu. Das Joint Venture läuft bis 2013, die beiden Mütter machen allerdings keinen Hehl daraus, ihre Anteile so früh wie möglich loswerden zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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