Preis für Wirtschaftspublizistik
„Journalismus ist wie Rock'n Roll“

In der Medienkrise ist ein Preis für hervorragende Werke des Wirtschaftsjournalismus ein Zeichen gegen die Verzagtheit der Branche. Der Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik hat würdige Preisträger gefunden.
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FrankfurtDer Blick auf die beleuchtete Frankfurter Innenstadt aus dem 49. Stockwerk des Commerzbank-Towers stimmte bereits ein wenig auf die Adventszeit ein. Doch die Stimmung bei der Verleihung des Georg von Holtzbrinck Preises für Wirtschaftspublizistik war weniger besinnlich. Gelöst und locker genossen die Gäste die Verleihung der fünf Journalistenpreise.

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart sagte, eine solche Feier und solche Preise seien auch ein Zeichen gegen die Verzagtheit der Printmedien in der heutigen Zeit. Zuletzt hatte der Verlag Gruner + Jahr angesichts des Sparkurses im eigenen Haus die Verleihung des Henri-Nannen-Preises abgesagt. „Qualitätsjournalismus ist wie Rock’n Roll – nur ohne Noten“, rief Steingart den Gästen zu. „Für beide gilt: They Will Never die!“

Rund 140 geladene Gäste haben in Frankfurt die diesjährigen Preisträger gefeiert. Steingart begrüßte unter anderem den Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser, den Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner, den Aufsichtsratschef der FAZ, Karl-Dietrich Seikel, Journalisten von Süddeutscher Zeitung, Handelsblatt, ZDF, Wallstreet Journal und vielen mehr. „Wir könnten aus den hier Versammelten mühelos eine Exilregierung des organisierten Qualitätsjournalismus bilden“, meinte Steingart schmunzelnd.

Der Georg von Holtzbrinck Preis wurde initiiert von Verleger Dieter von Holtzbrinck (Handelsblatt, Wirtschaftswoche, Zeit, Tagesspiegel). Der Jury gehören neben Dieter von Holtzbrinck unter anderem Steingart, ZDF-Intendant Thomas Bellut, Wirtschaftswoche-Chefredakteurin Miriam Meckel, Ökonomin Beatrice Weber di Mauro und der Vorsitzende des Commerzbank-Aufsichtsrats, Klaus-Peter Müller, an.

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