Prognose bekräftigt
QSC kommt voran

Der Telekommunikations-Dienstleister QSC hat im zweiten Quartal seine Bruttomarge gegenüber dem Vorjahreszeitraum vervierfacht. Dank kräftiger Umsatzzuwächse mit Geschäftskunden wurde unterm Strich zudem der Verlust deutlich verringert.

HB DÜSSELDORF. Operativ schrieb der Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen schwarze Zahlen und bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2004. Der Nettoverlust habe im Zeitraum April bis Juni 5,5 (Vorjahreszeitraum: minus 15,2) Mill. € betragen, teilte das Kölner Unternehmen am Donnerstag mit. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe das Unternehmen die Gewinnzone erreicht mit einem Plus von 0,3 (Vorjahresperiode: minus 7,2) Mill. €, bestätigte QSC bereits mitgeteilte vorläufige Ergebniszahlen. Die Aktien der seit März im Technologiewerte-Index TecDax gelisteten Firma tendierten am frühen Nachmittag gegen den Markttrend gut 1,5 % im Minus bei 3,73 €.

Der Anteil des Rohertrags am Umsatz stieg auf 22,8 % von 5,6 %, wie die im TecDax notierte Telekommunikationsgesellschaft mitteilte. Während die Erlöse um 25,8 % auf 35,6 Mill. € kletterten, erhöhten sich die Netzwerkaufwendungen von April bis Juni nur um 3 % auf 27,5 Mill. €. Im Halbjahresvergleich sanken sie um 1,7 %.

Den Ausblick für 2004 bekräftigte QSC. „An unserer Prognose hat sich definitiv nichts geändert“, sagte eine Sprecherin. Demnach rechnet der DSL-Anbieter für das laufende Jahr weiterhin mit einem Umsatzwachstum von mindestens 20 % auf mehr als 138 Mill. € sowie einem „nachhaltigen“ Ebitda-Gewinn. Auch in den kommenden Jahren wolle QSC den Umsatz jeweils um mindestens 20 % steigern. „Das ist allerdings eine sehr, sehr konservative Annahme“, sagte die Sprecherin. Eine Umsatzsteigerung von 30 % im Jahr 2005 sei durchaus realistisch.

Zu der Verbesserung der Ergebniszahlen trugen QSC zufolge vor allem überdurchschnittliche Umsätze mit Geschäftskunden bei. Für diese betreibt und baut das Unternehmen insbesondere virtuelle private Netzwerke auf. Die Erlöse mit Geschäftskunden seien um 33 % gestiegen, der Anteil am Gesamtquartalsumsatz in Höhe von 35,6 (28,3) Mill. € habe damit etwas mehr als die Hälfte betragen. QSC decke inzwischen 60 deutsche Städte mit einem eigenen Breitbandnetz ab.

Trotz des Umsatzwachstums hätten sich die Kosten für den Netzwerkausbau nur leicht um drei Prozent auf 27,5 Mill. € erhöht, teilte QSC mit. Insgesamt plane das Unternehmen im laufenden Jahr Investitionen in Höhe von bis zu maximal zehn Mill. €, sagte ein Sprecher. Die Kosten für die notwendige Aufrüstung des QSC-Netzes als Folge der neuen Geschäftsbeziehung mit AOL bezifferte er auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. In der vergangenen Woche hatten die Kölner bekannt gegeben, die deutsche Tochter des US-Internetanbieters werde das QSC-Netz von Oktober an nutzen, um Kunden mit schnellen Internetanschlüssen an die eigene Netzinfrastruktur anschließen zu können.

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