Prognose für Wachstum des mobilen Markts bekräftigt
Ericsson überrascht die Märkte

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal mit einem Vorsteuergewinn von 7,8 Milliarden schwedischen Kronen ein besseres Ergebnis erzielt als erwartet.

HB STOCKHOLM. Zugleich bekräftigte das Unternehmen am Mittwoch seine Prognose, dass der Markt für mobile Netzwerke in diesem Jahr leicht bis moderat wachsen werde.

Der weltgrößte Hersteller von Netzwerktechnik für Mobilfunk profitierte im abgelaufenen Vierteljahr vor allem von einer starken Nachfrage und massiven Kosteneinsparungen. Den Vorsteuergewinn bezifferte Ericsson am Mittwoch auf 7,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 849 Millionen Euro) nach einem Verlust im Vorjahr. Analysten hatten durchschnittlich ein Ergebnis von lediglich 5,5 Milliarden Kronen prognostiziert. Auch der Umsatz übertraf die Erwartungen. Die Aktien schnellten daraufhin um mehr als zehn Prozent in die Höhe.

„Die Zuversicht ist an den Markt zurückgekehrt“, sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg. Zusätzlichen Schwung bringe die Einführung der UMTS-Technik. Daher könnten die Erwartungen für das Wachstum der Branche nach oben geschraubt werden. Bislang hatte Ericsson einen leichten bis moderaten Zuwachs des Marktes in Aussicht gestellt und dies mit bis zu neun Prozent Dollar-Umsatzanstieg beziffert. Angesichts der Branchenerholung seien nun weitere Ausgaben der Mobilfunkbetreiber zu erwarten, sagte Svanberg, ohne eine konkrete neue Prognose zu nennen. Erzrivale Nokia hatte vergangene Woche einen leichten Anstieg der Netzwerk-Umsätze prognostiziert, den Analysten auf rund zehn bis elf Prozent schätzen.

Der Ericsson-Umsatz kletterte im Quartal von April bis Juni auf 32,6 Milliarden Kronen von 27,61 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor. Damit überstiegen auch die Erlöse die Analystenprognosen von durchschnittlich 30,35 Milliarden Kronen. Die Bruttogewinnmarge - eine wichtige Kennziffer für das Kostenmanagement des Unternehmens - stieg auf 47,8 Prozent von 44,7 Prozent im ersten Quartal. Am Markt war 44,8 Prozent erwartet worden.

Das überraschend starke Quartalsergebnis ist unter anderem auf ein massives Kostensenkungsprogramm von Ericsson zurückzuführen. So halbierte das Unternehmen seit 2001 die Zahl seiner Mitarbeiter auf mittlerweile 47 000. „Ericsson bringt seine Umstrukturierung zu Ende, und das lässt die Gewinne sprudeln“, sagte FIM-Analyst Jussi Hyoty.

Ericsson-Aktien reagierten mit kräftigen Kursgewinnen von mehr als zehn Prozent auf 21,70 Kronen. Seit Jahresbeginn sind sie um mehr als zwei Drittel nach oben geschnellt und haben sich damit besser entwickelt als DJ-Technologieindex.

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