Projektverzögerungen
Balda rutscht in die Verlustzone

Ein schwaches Geschäft in Asien hat dem Handyausrüster Balda zum Jahresauftakt rote Zahlen beschert. Alte Projekte seien ausgelaufen und neue Aufträge starteten erst mit einer zeitlichen Verzögerung, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

HB DÜSSELDORF. So sei im fortgeführten Geschäft in den ersten drei Monaten dieses Jahres beim Betriebsergebnis ein Minus von 5,2 Mill. Euro angefallen nach einem Gewinn von 0,8 Mill. Euro vor Jahresfrist. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Verlust von 6,7 (Vorjahr: plus 1,7) Mill. Euro. Der Umsatz legte im fortgeführten Geschäft nur leicht auf 45,2 (42,9) Mill. Euro zu.

Trotz des schwachen Starts bekräftigte der Vorstand seine Planungen für das Gesamtjahr: Im fortgeführten Geschäft soll 2008 ein Gewinn vor Steuern von 35 Mill. Dollar erreicht werden bei einem Umsatz von 600 Mill. Dollar. Weil der Großteil des Geschäfts in Dollar abgerechnet wird, plant Balda in der US-Währung. Den Planungen liege ein Kurs von 1,45 Dollar zum Euro zugrunde. Das entsprächen rund 414 Mill. Euro Umsatz und 24 Mill. Euro Gewinn vor Steuern.

Nach dem missglückten Verkauf an einen Investor belasteten die defizitären europäischen Töchter Balda 2007 mit 45 Mill. Euro und zogen den Konzern mit 73,3 (2006: Minus 42) Mill. Euro tiefer in die roten Zahlen. Balda will die verlustreiche Handyschalen-Produktion in Europa notfalls schließen, wenn sie sich nicht bald verkaufen lässt. Um die Schulden zu reduzieren, will die Firma die gerade profitabel gewordene Medizintechnik verkaufen.

Angesichts des Verlustes im ersten Quartal rutschen Aktien von Balda am Mittwoch vorbörslich um mehr als 4 Prozent ab, konnten davon aber das meiste nach Börsenstart wieder ausgleichen. Kurz vor Mittag lagen die Titel noch mit knapp einem Prozent im Minus.

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