Protest gegen neue Regeln
Mavericks-Eigentümer stoppt Facebook-Aktivitäten

Wer Fan der Dallas Mavericks auf Facebook ist, könnte dort bald nichts mehr von Dirk Nowitzkis Verein lesen. Eigentümer Cuban hadert mit den Regeln des Netzwerks – und will die Aktivitäten der Mavs dort einstellen.
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San FranciscoDer Aktienkurs von Facebook steigt endlich wieder. Aber die Verärgerung der wichtigsten Kunden, der Markenartikler, offenbar gleich mit. Ein einflussreicher Investor will jetzt bei rund 70 seiner Firmen auf einen Schlag die Facebook-Aktivitäten einfrieren und zur Konkurrenz wechseln. Der Social-Media-Riese habe es in seiner Suche nach neuen Umsatzquellen einfach übertrieben, so die Argumentation. Doch bei Facebook in Menlo Park herrscht Schweigen. Noch.

Mit Mark Cuban bezieht jetzt einer der prominentesten Web-Investoren und Unternehmer offen gegen Facebooks Geschäftspraktiken Stellung. Und er handelt auch gleich: Der Milliardär und Eigentümer der Dallas Mavericks wird nach Angaben des Blogs ReadWriteWeb nicht nur die Aktivitäten des Basketballclubs von Facebook abziehen. Auch die Auftritte von rund 70 weiteren Firmen, in denen er investiert ist, werden in Zukunft brach liegen. Die Aktivitäten werden auf Dienste wie Twitter, Tumblr, Myspace oder Instagram verlagert, zitiert der Blog aus E-Mails von Cuban.

Hintergrund sind drastische Veränderungen in der Art und Weise, wie Facebook Unternehmen zwingt, mit den teilweise Millionen Fans zu kommunizieren, die sie oft mit hohem Aufwand über viele Jahre gesammelt haben. Im September veränderte Facebook die Bedingungen, nach denen Mitteilungen – „Posts“ genannt – den Fans einer Marke angezeigt werden. Im Endeffekt erreichten die Posts jetzt bis zu 40 Prozent weniger Adressaten als zuvor. Gleichzeitig bot Facebook eine Möglichkeit an, die verlorene Reichweite zurückzugewinnen – natürlich gegen Bezahlung.

„Das Negative für Facebook“, zitiert der Blog aus einer E-Mail des Web-Investors, „ist, dass wir aufhören werden für „Likes“ oder Abonnenten zu werben. Warum sollen wir mehr in Facebook-Fans investieren, wenn wir sie hinterher nicht alle erreichen können? Das wäre verrückt.“

Cuban ist nicht alleine mit seiner Kritik. Mit Jeff Doak, Chef der Qualitätskontrolle bei Social Media bei der Agentur WPP in Detroit, und Geoffry Colon von der Agentur Ogilvy hatten Facebook bereits Ende September scharf kritisiert. Doak verwaltet immerhin die Social-Network-Aktivitäten von Ford in den USA. Facebook weist dagegen jede Absicht zurück, Markenunternehmen zu höheren Ausgaben zu zwingen. Man wolle ausschließlich die Qualität der Postings verbessern und verhindern, dass zu viel Spam bei den Nutzern lande.

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„Wendepunkt in der Web-Industrie“

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  • Facebook geht auch mit seinen normalen Kunden nicht sehr sanft um. Ich bekam neulich eine Abmahnung von facebook, weil ich einige der von facebook mir vorgeschlagenen neuen Freundschaften tatsächlich auch angefragt habe. Ich war gezwungen, eine Unterlassungserklärung abzuhaken, bevor ich meinen account weiter benutzen durte. Im Kleingedruckten steht was davon, dass man nur Verwandte und bereits real existierende Freunde als facebook Freund anfragen darf.

  • Facebook verkauft seine Daten an jeden der genug bezahlt. Zuckerberg war letztens in Moskau bei Putin. Da wird schamlos Privates verkauft und die Deppen sind die gutgläubigen User, die kostenlos alles reinstellen was Behörden, Geheimdienste, Polizei, Unternehmen, Statistik-Unternehmen usw interessieren könnte. Übers Internet wachsen die Leute zusammen wie ein siamesisches Zwillings-Gebilde, wird unfrei und vergeudet viel zu viel Zeit damit !

    Wie sagte Pilatus - die Menge macht die Medizin.

  • lol, war doch klar.
    Wenn jemand mit meinen Daten, egal ob als Privatperson oder als Firma, Geschäfte macht, bin ich das, und kein anderer.
    Wäre ja so als ob meine engagierte Werbefirma mir sagen will mit wem ich kostenpflichtig zu kommunizieren habe.

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