Quartalsbilanz
Fiskus treibt Electronic Arts in die roten Zahlen

Der weltgrößte Videospiele-Hersteller Electronic Arts hat im vierten Quartal Minus gemacht. Auch der Ausblick fürs Gesamtjahr enttäuschte.

HB LOS ANGELES. Im Abschlussquartal des Fiskaljahres bis Ende März habe sich ein Nettoverlust von 16 Mill. Dollar oder 5 Cent pro Aktie angehäuft, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit und begründete dies mit einer hohen Steuerlast. Ein Jahr zuvor hatte Electronic Arts noch 8 Mill. Dollar oder 2 Cent je Aktie verdient. Mit 54 Mill. Dollar fiel der Steueraufwand jedoch nun mehr als 13 Mal höher aus als im Vorjahr. Hintergrund für diesen Anstieg ist die Rückführung von 375 Mill. Dollar an Auslandsgewinnen.

Der Umsatz ist dagegen von 553 auf 641 Mill. Dollar geklettert. Analysten hatten hier im Schnitt lediglich mit 583,3 Mill. Dollar gerechnet. Ohne Umstellung auf die nächste Generation von Spielekonsolen wären die Umsätze sogar noch höher gewesen, teilte die Firma aus dem kalifornischen Redwood City mit.

Insgesamt hat sich zuletzt der Markt für Software für Spielekonsolen abgeschwächt, weil viele Kunden abwarten und auf neue Spielgeräte sparen, anstatt Spiele zu kaufen. Microsoft hat seine neue Konsole, die Xbox 360, im November auf den Markt gebracht. Erst jetzt scheint das Unternehmen die Lieferengpässe zu überwinden. In diesem Jahr wollen auch die japanischen Rivalen Nintendo und Sony mit neuen Geräten auf den Markt.

Für das Gesamtjahr bis Ende März 2007 stellte Electronic Arts einen Umsatz zwischen 2,7 und 2,95 Mrd. Dollar und ein Ergebnis ohne Sonderposten von 35 bis 65 Cent je Aktie in Aussicht. An der Wall Street enttäuschte dieser Ausblick. Die Aktien gaben nachbörslich kräftig nach. Sie büßten auf der Handelsplattform Inet rund 4 Prozent auf 52,30 Dollar ein. Denn Analysten hatten bislang im Schnitt für diesen Zeitraum mit einem Umsatz von 3,2 Mrd. Dollar und einem Gewinn pro Aktie ohne Sonderposten von 1,04 Dollar gerechnet.

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