Quartalsbilanz
Sun trotz Oracle mit herben Verlusten

Der Computerkonzern Sun Microsystems kämpft vor der Übernahme durch den Softwareriesen Oracle weiter mit roten Zahlen und sinkenden Umsätzen. Das US-Unternehmen schrieb wegen des Konzernumbaus und der Nachfragekrise im vergangenen Quartal erneut einen Verlust von 201 Mio. Dollar (155 Mio Euro).

HB SANTA CLARA. Der Umsatz brach um 20 Prozent auf 2,6 Mrd. Dollar ein, wie Sun am Dienstag nach US-Börsenschluss am Sitz im kalifornischen Santa Clara mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte das Minus in dem Ende März abgeschlossenem dritten Geschäftsquartal erst 34 Mio. Dollar betragen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres addieren sich Suns Verluste damit auf 2,1 Mrd. Dollar. Mit dem Umsatzeinbruch enttäuschte Sun die Analystenerwartungen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn lag dagegen über den Schätzungen.

Erst vor einer Woche hatte der US-Konzern Oracle überraschend den geplanten Kauf von Sun für 7,4 Mrd. Dollar inklusive Schulden bekanntgegeben. Das Geschäft soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Zuvor war eine Übernahme durch den IT-Giganten IBM unter anderem am Streit um den Preis gescheitert. Sun ist auf Server-Rechner etwa für Firmennetze und den Internet-Datenverkehr sowie auf Software spezialisiert.

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