Quartalsgewinn gestiegen
Vivendi übertrifft Erwartungen klar

Das Wachstum in den Geschäftsfeldern Maroc Telecom, Canal Plus sowie Games hat dem französischen Medienkonzern Vivendi im abgelaufenen Quartal zu einem höheren Gewinn verholfen. Die Erwartungen der Analysten wurden obendrein übertroffen.

HB PARIS. Wie der Mutterkonzern der weltgrößten Plattenfirma Universal Music am Donnerstag mitteilte, kletterte der bereinigte Betriebsgewinn (Ebita) im dritten Quartal um gut ein Fünftel auf 1,3 Mrd. Euro. Dies lag über den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit rund 1,19 Mrd. Euro gerechnet hatten. Als Grund für den Gewinnanstieg nannte Vivendi vor allem die verbesserte Rentabilität im Bereich Videospiele sowie im Telekommunikationsgeschäft in Marokko. Für das gesamte Geschäftsjahr bekräftigte Vivendi seine Prognose für den bereinigten Reingewinn, der bei 2,6 Mrd. Euro liegen soll - ein Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Vivendi-Konzern, dem auch der zweitgrößte französische Mobilfunkanbieter SFR gehört, hatte bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sein Umsatz im dritten Vierteljahr bei 4,889 Mrd. Euro stagnierte. Dabei glichen Zuwächse etwa bei den Videospielen Umsatzeinbußen im Musikgeschäft und in der Mobilfunksparte in etwa aus.

SFR zeigte beim Ergebnis eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Der Mobilfunkanbieter steigerte laut Vivendi bei einem Umsatzrückgang um 1,8 Prozent auf 2,196 (2,236) Mrd. Euro im dritten Quartal das Ebita nur um 2,0 Prozent auf 706 (692) Mill. Euro. Im Segment Games, das unter anderem das Videospiel „World of Warcraft“ produziert, kletterte das Ebita hingegen um 118,2 Prozent auf 24 (11) Mill. Euro bei einem Umsatzplus von 15,2 Prozent auf 182 (158) Mill. Euro.

In der Musiksparte Universal Music Group legte das Ebita um 11,3 Prozent auf 138 (124) Mill. Euro zu. Der Bezahlfernsehsender Canal+ Group meldete dank umfangreicheren Portfolios und höherer Gebühren einen Anstieg des Ebita um 53 Prozent auf 148 (97) Mill. Euro bei einem Umsatz von 879 (863) Mill. Euro.

Ein Händler sprach in einer ersten Einschätzung von guten Zahlen bei Vivendi. Man müsse noch abwarten, um die genaue Zusammensetzung des Ergebnisses beurteilen zu können. Neben den Zahlen erhofften sich die Anleger weitere Auskünfte zu den jüngsten Avancen von KKR und dem Rechtsstreit mit der Deutschen Telekom in Polen.

Einem Analysten zufolge habe die Quartalszahlen die Erwartungen klar übertroffen. Er verweist auf das starke Wachstum bei Maroc Telecom und Canal+. Allerdings sehe er kaum noch Aufwärtspotenzial in dem Titel. Die Aktie sei aufgrund von Übernahmespekulationen bereits eher überbewertet.

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