Quartalszahlen
ABB erhöht Dividende trotz Gewinnrückgangs

Der Elektronikkonzern will die Dividende erhöhen. Pro Aktie soll es drei Schweizer Rappen mehr geben. Und das, obwohl ABB im vierten Quartal 2012 gut ein Viertel weniger Gewinn erzielte.
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MünchenMitten in der Konjunkturkrise hat der Schweizer Elektrokonzern ABB mit steigenden Umsätzen und Aufträgen überrascht. Zwar schrumpfte der Gewinn im vierten Quartal wegen der laufenden Sanierung der Energietechniksparte um ein Viertel. Umsatz und Auftragseingang kletterten aber um jeweils vier Prozent - anders als bei vielen Konkurrenten, die mit sinkenden Umsätzen kämpfen. "Wir haben ein weiteres Mal gezeigt, dass wir über den gesamten Konjunkturzyklus stabile Ergebnisse liefern können", pries ABB-Chef Joe Hogan am Donnerstag seine Arbeit.

Die geografische Expansion und die Anpassung der Produktpalette habe sein Haus vor Rückgängen bewahrt. Die Einnahmen kletterten im Schlussquartal um vier Prozent auf elf Milliarden Dollar. Die Summe der Neubestellungen nahm im gleichen Umfang auf 10,5 Milliarden Dollar zu - Analysten hatten im Schnitt hier mit einem Rückgang um drei Prozent gerechnet. Damit schlug sich ABB - auch gestärkt durch zahlreiche Übernahmen in den letzten zwei Jahren - besser als Siemens und Philips, die im Kampf mit der Konkurrenz häufig schlechter abschnitten.

Analysten lobten, ABB habe mit seinem kontinuierlichen Sparkurs den anhaltenden Preisverfall in der Elektrobranche wettmachen können. "Die Sorgen um das kurzzyklische Geschäft erwiesen sich als unbegründet und die Margen sind durch die Bank stabil", urteilten die Experten von Barclays. "Wir erwarten, dass ABB 2013 an Fahrt gewinnt. Das Unternehmen hat einen starken Auftragsbestand, die Kunden in der Energiewirtschaft investieren und der Konzern hat ein Auge auf die Kosten und Produktivitätszuwächse." F

Für das laufende Jahr kündigte ABB-Chef Hogan an, die Gesamtkosten seines Hauses um drei bis fünf Prozent zu drücken. Im abgelaufenen Jahr summierten sich die Einsparungen auf 1,1 Milliarden Dollar. Auch auf der Einnahmenseite sehe ABB gut aus, urteilten die Analysten von MainFirst. "ABB zeigt ein besseres organisches Wachstum als Siemens oder Schneider."

Obwohl der Jahresgewinn wegen des Sondereffekts um 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar schrumpfte, will ABB seine Aktionäre mit einer um drei Rappen auf 0,68 Franken steigenden Dividende beglücken. Die Anteilseigner zeigten sich zufrieden: Die Aktie der Eidgenossen legte um knapp vier Prozent zu.

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