Quartalszahlen
Apple bricht alle Rekorde

Der Ansturm auf das iPhone ist ungebrochen - das beweisen die Zahlen des US-Technologiegiganten eindrucksvoll. Das Unternehmen mit dem Apfel steigerte Umsatz und Gewinn im vierten Quartal deutlich und übertraf alle Markterwartungen. Die Aktie schoss nachbörslich in die Höhe. Und auch der Chiphersteller Texas Instruments überraschte positiv.

HB DÜSSELDORF. Mit ungebrochenem Schwung geht der High-Tech-Konzern Apple in das Weihnachtsgeschäft. Der Kurs der Apple-Aktie explodierte geradezu im nachbörslichen US-Handel, nachdem Apple am späten Montag Quartalszahlen vorgelegt hatte, die alle Erwartungen weit hinter sich ließen. Das kalifornische Unternehmen reihte sich damit nahtlos in eine ganze Reihe positiver Ertragszahlen aus dem Technologiesektor ein. Der Umsatz nach GAAP kletterte im durch Sondereinflüsse positiv beeinflussten Schlussquartal des Geschäftsjahres auf 9,87 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit 9,2 Mrd. Dollar gerechnet, im Vorjahresquartal waren es noch 7,9 Mrd. Dollar gewesen. Der Quartalsgewinn lag bei 1,67 Mrd. Dollar. Trotz Wirtschaftskrise zeigten iPhone- und Laptop-Verkäufe erneut Rekordniveaus. Der Aktienkurs stieg bis kurz nach 23.00 Uhr MESZ auf 203 Dollar, ein Plus von knapp 6,9 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 170 Mrd. Dollar überholte die Jobs-Company damit wieder knapp den Rivalen Google.

Die Apple-Aktie schoss nachbörslich um rund sieben Prozent nach oben auf über 200 Dollar. Auch die gesamten US-Aktienfutures legten zu.

Für das wichtige Weihnachtsquartal erwartet CEO Steve Jobs nun einen Umsatz zwischen 11,3 Milliarden und 11,6 Mrd. US-Dollar bzw. einen Gewinn von 1,70 und 1,78 US-Dollar pro Aktie. Allerdings werde die Bruttomarge leicht auf 34 Prozent sinken, da die Kosten für elektronische Bauteile und besonders Luftfracht dramatisch anzögen. Gleichzeitig kündigte Finanzvorstand Peter Oppenheimer "neue Produkte" mit niedrigeren Margen an. Unter anderem wird in Branchenkreisen von Apple bald die Einführung einer Art E-Bookreader und eines Tablet-PC erwartet. In beiden Märkten herrscht bereits massiver Preiskampf.

Ein weiterer Schwachpunkt: Der prognostizierte Umsatzsprung vom September- zum Weihnachtsquartal liege unter den Erwartungen und denen, die in vergangenen Jahren angekündigt wurden, merkte Citigroup-Analyst Richard Gardner im Analysten-Gespräch an. Das, so Finanzchef Peter Oppenheimer, liege unter anderem daran, dass Weihnachten der Anteil von (günstigen) iPods unter dem Gabentisch am Produkt-Mix ansteige und außerdem das abgelaufene Quartal durch mehrere große staatliche Aufträge geprägt gewesen sei, die sich nun nicht wiederholten.

Besonders positiv entwickelte sich der Absatz der Mac-Computer, der im Jahresvergleich um 17 Prozent höher bei 3,05 Mio. Stück lag. In 19 von 20 Quartalen sei Apple damit stärker als der gesamte PC-Markt gewachsen, so Oppenheimer. Eine Entwicklung, die vor allem Microsoft beunruhigen wird. Dessen Hoffnungsträger Windows 7 wird am 22. Oktober starten, Analysten erwarten aber keinen markanten positiven Effekt auf die PC-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft. Apple hat bereits das Betriebssystem für seine Macs erneuert und nach eigenen Angaben in den ersten fünf Wochen nach Marktstart doppelt so viele Upgrade-Pakete von "Snow Leopard" verkauft wie vom Vorgänger "Leopard" im vergleichbaren Zeitraum. Microsoft wird am Freitag seine Zahlen präsentieren.

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