Quartalszahlen
Google eilt der Konkurrenz davon

Der amerikanische Suchmaschinen-König Google hat die Fachwelt mit seinen Zahlen zum ersten Quartal 2007 positiv überrascht. Trotz der anhaltend starken Ergebnisse sehen Branchenexperten härtere Zeiten auf die Internet-Ikone zukommen.

ebe MOUNTAIN VIEW. Mit einem nachbörslichen Plus von zwei Prozent reagierten Investoren auf die Nachricht, dass die Firma aus dem kalifornischen Mountain View ihren Gewinn auf eine Mrd. Dollar oder 3,18 Dollar pro Aktie in die Höhe schrauben konnte. Analysten hatten nach Angaben des Finanzdatenanbieters Thomson Financial mit einem deutlich geringeren Ertrag gerechnet. Damit konnte sich Google weiter von seinem Rivalen Yahoo absetzen, der vor zwei Tagen deutlich schwächere Ergebnisse vorlegte und an der Börse mit einem Kursrutsch bestraft wurde.

Google indes hält nach wie vor sein außerordentlich hohes Gewinnwachstum, das zwischen Januar und März bei 69 Prozent lag. Der Umsatz von Google kletterte um 63 Prozent auf 3,66 Mrd. Dollar und lag damit ebenfalls höher als von Analysten erwartet. Zieht man die Zahlungen ab, die Google von seinen Partnerfirmen erhält, erzielte das Unternehmen einen Nettoerlös von 2,53 Mrd. Dollar. Konzernchef Eric Schmidt verwies in einer Presseerklärung auf das Wachstum im Kerngeschäft mit Suchmaschinen und Werbeanzeigen. Google habe seinen „Fußabdruck“ über wichtige neue Partnerschaften global ausweiten können.

Der jüngste Kauf des Werbe-Spezialisten Doubleclick zeigt jedoch nach Ansicht von Analysten, dass die Google-Strategie nun stärker darauf abzielt, das Kerngeschäft defensiv abzusichern - anstatt weitere Standbeine aufzubauen. Alle Versuche von Google, in neue Märkte vorzudringen, sind bisher mehr oder minder gescheitert: Dazu zählt etwa die Initiative mit Bürosoftware aus dem Internet oder die Übernahme des Videoportals Youtube, die angesichts zahlreicher Urheberrechtsklagen große Probleme bereitet.

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