Quartalszahlen
Loewe trotzt dem Trend

Seit der Internationalen Funkausstellung laufen die Geschäfte für Fernsehgeräte-Hersteller Loewe nicht schlecht. Das operative Ergebnis kann sich sehen lassen. Weniger gut sehen allerdings die Quartalszahlen nach Steuern aus.

HB KRONACH. Der Fernseherhersteller Loewe hat im dritten Quartal Umsatz und operativen Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse seien um 27 Prozent auf 89,4 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen kletterte von 1,1 auf 5,1 Millionen Euro.

Vor allem von der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin seien Impulse für das Loewe-Geschäft ausgegangen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Rainer Hecker. Unterm Strich ergab sich wegen einer deutlich höheren Steuerbelastung jedoch ein Quartalsverlust von 2,3 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte es einen Gewinn von 200 000 Euro gegeben.

Loewe sei vor allem mit seinen teuren Groß-Flachbildfernseher erfolgreich, sagte Hecker. Der Umsatzanteil der LCD-Geräte mit einer Bilddiagonale von mehr als 37 Zoll habe sich auf knapp 50 Prozent verdoppelt. Damit sei es gelungen, „sich dem allgemeinen Markttrend rückläufiger Preise weitestgehend zu entziehen und die Marge deutlich auszubauen“. Loewe habe die Einkaufspreise für die Hauptkomponenten der Geräte überproportional drücken können, sagte Finanzchef Oliver Seidl. Anders als die meisten Konkurrenten verkaufte Loewe seine Geräte im Schnitt teurer als vor einem Jahr.

Hecker bekräftigte, Loewe wolle für das laufende Jahr eine Dividende zahlen. Über deren Höhe werde aber erst im Frühling entschieden. Die Suche nach seinem Nachfolger an der Firmenspitze schreitet voran. „Es gibt bereits eine engere Auswahl. Die Entscheidung wird in den nächsten Monaten fallen“, sagte der Manager und Großaktionär, der nach mehr als zehn Jahren als Loewe-Chef in den Aufsichtsrat wechseln will.

Bereits am Dienstag hatte Loewe in Aussicht gestellt, das Unternehmen werde im Gesamtjahr vor Steuern und Zinsen 20 Millionen Euro verdienen. Zuvor war die oberfränkische Firma von einem Betriebsgewinn zwischen 16 und 18 Millionen Euro ausgegangen. Experten hatten allerdings schon seit längerem mit einer Aufstockung des Ausblicks gerechnet.

Im vergangenen Jahr hatte das Traditionsunternehmen aufgrund eines Nachfrageschubs durch die Fußball-Weltmeisterschaft sein operatives Ergebnis auf 13,2 Millionen Euro gesteigert. Anders als vielen anderen Herstellern gelang es Loewe im laufenden Jahr, sich dem Preisverfall bei Flachbildschirm-Fernsehern weitgehend zu entziehen.

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