Quartalszahlen
Paypal zahlt sich für Ebay aus

Immer neue Kunden nutzen das Online-Auktionshaus Ebay. Der Internetkonzern hat sowohl Umsatz als auch Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Ebay stellte auch eine zukünftige Steigerung in Aussicht.
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San FranciscoSan JoseEbay profitiert vom boomenden Einkaufen im Internet. „Wir hatten quer durch unser Unternehmen ein großartiges drittes Quartal“, erklärte Firmenchef John Donahoe am Mittwoch am Firmensitz im kalifornischen San Jose. Sowohl bei den Marktplätzen als auch beim Bezahldienst PayPal habe sich der Zustrom der Kunden beschleunigt.

Das Unternehmen vermeldete am Mittwoch für das abgelaufene Vierteljahr einen Umsatzanstieg von 15 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Gleichzeitig legte der Gewinn um 14 Prozent auf 718 Millionen Dollar zu. PayPal wuchs dabei ein ums andere Mal schneller als das Hauptstandbein mit den bekannten Online-Handelsplätzen. Dritte Säule des Konzerns ist der Handelsdienstleister GSI, der etwa Online-Shops für Dritte einrichtet.

Weltweit hat Ebay auf seinen Marktplätzen inzwischen 108,3 Millionen aktive Nutzer. Das bedeutet einen Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der PayPal-Accounts stieg um 14 Prozent auf 117,4 Millionen. Per PayPal lässt sich auch andernorts im Internet bezahlen und mittlerweile in ersten Geschäften vor Ort.

Für das laufende Geschäftsquartal nahm sich der Internetkonzern einen Umsatz von 3,85 bis 4 Milliarden Dollar sowie eine weitere deutliche Gewinnsteigerung vor. Sowohl die Geschäftszahlen als auch die Prognosen lagen im Rahmen der Erwartungen von Branchenexperten. Nachbörslich fiel die Aktie allerdings leicht. Einige Börsianer hatten gehofft, dass Ebay eine höhere Umsatzprognose abgibt. Im vierten Quartal mit seinem Weihnachtsgeschäft will Ebay einen Umsatz von bis zu 4 Milliarden Dollar erreichen.

Ebay hatte vor dem Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sein Logo erneuert und überarbeitet seine Website. Das neue Auftreten soll dem Wandel des Handelsplatzes Rechnung tragen. Denn anders als in der Anfangszeit vor 17 Jahren sind heute die meisten angebotenen Waren neu, stammen von Händlern und werden zu festen Preisen angeboten. Früher waren es zumeist Gebrauchtwaren, die Privatleute auf Ebay versteigerten.

Das neue Erscheinungsbild soll auch helfen, dem großen Rivalen Amazon die Stirn zu bieten. Der weltgrößte Online-Einzelhändler hatte mit Kampfpreisen und immer neuen Services und digitalen Produkten Ebay zugesetzt. Amazon tritt im Unterschied zu Ebay auch selbst als Verkäufer auf. Ebay lebt von Gebühren.

Die Aktie des Amazon.com -Konkurrenten bewegte sich deshalb nur geringfügig und gab im nachbörslichen Handel 0,8 Prozent nach. "Sie haben die Erwartungen nicht so deutlich übertroffen wie in den vergangenen beiden Vierteljahren, aber sie scheinen sich dennoch auf dem richtigen Weg zu befinden", kommentierte Gil Luria von Wedbush Securities.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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