Quartalszahlen
Smartphones heben Motorola in die Gewinnzone

Wegen der starken Nachfrage nach Handys mit der Google-Software Android ist Motorola erstmals seit zwei Jahren in die Gewinnzone geklettert. Schub lieferte allerdings vor allem die vor dem Verkauf stehende Mobilfunk-Netzwerktechnik, die an Nokia Siemens Networks geht.
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HB NEW YORK. Motorola schwimmt auf der Smartphone-Welle: Nach einer langen Durststrecke steht die Mobilfunksparte wieder hoffnungsvoll da. Der lange verlustreiche Handy-Pionier verdiente im dritten Quartal 109 Mio. Dollar (79 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte es Motorola mit 12 Mio. Dollar nur ganz knapp in die schwarzen Zahlen geschafft.

Den Gewinn lieferte allerdings vor allem die vor dem Verkauf stehende Mobilfunk-Netzwerktechnik, die an den finnisch-deutschen Spezialisten Nokia Siemens Networks geht. Aber zumindest verbrannte Motorola mit Mobiltelefonen nicht mehr soviel Geld wie in schlechten Zeiten.

Co-Chef Sanjay Jha sprach am Donnerstag von anhaltend guten Verkäufen. Insgesamt wurde Motorola 9,1 Mio. Handys los. Während die klassischen Mobiltelefone schlechter liefen, sprang die Zahl der lukrativen Smartphones auf 3,8 Millionen hoch. Damit liegt das Urgestein der Branche allerdings immer noch weit von den 14,1 Mio. iPhones entfernt, die Apple in der gleichen Zeit unters Volk gebracht hatte.

Vor einem Jahr hatte der Konzern seine ersten Smartphones mit dem Betriebssystem Android herausgebracht. Das von Google entwickelte offene Systeme gilt als der schärfste Rivale für das iPhone. Eine ganze Reihe von Handyherstellern setzt die Software ein. Getrieben von dem Smartphone-Boom stieg der Motorola-Umsatz um 13 Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar.

Der Motorola-Konzern wird demnächst aufgeteilt: Das Handygeschäft spaltet sich zusammen mit den Kabelfernseh-Boxen vom Firmenkundengeschäft ab, zu dem Barcode-Scanner, Funketiketten-Lesegeräte, Rundfunktechnik und Sicherheitssysteme gehören.

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