Radikaler Umbau
Telstra streicht bis zu 12 000 Stellen

Der größte australische Telekommunikationskonzern Telstra will sein Geschäft radikal umbauen. Im Rahmen dessen werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich bis zu 12 000 Stellen wegfallen.

HB SYDNEY. Der Konzern steht einerseits unter einem starken Kostensenkungsdruck. Andererseits sucht er neue Geschäftsfelder, nachdem die Umsätze im traditionellen Festnetzbereich einbrachen. „Es wird einer der bisher aggressivsten Umbauten weltweit sein“, sagte der neue Unternehmenschef Sol Trujillo am Dienstag. „Ich glaube aber, dass wir es schaffen werden.“

Telstra will gleichzeitig mit dem Stellenabbau stärker im Internetbereich investieren. Etwa sechs Mrd. Euro sollen für den Aufbau eines neuen Internetprotokoll-Netzes ausgegeben werden. Das Unternehmen will dabei die separaten Ton-, Breitband- und Mobilfunk-Netze in ein einziges Netz zusammenfassen. Etwa 5,1 Mill. australische Familien in fünf Großstädten sollen Zugang dazu haben.

Telstra beauftragte bereits den französischen Telekomausrüster Alcatel, seinen Umbau mit Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen. Alcatel soll dafür 2,18 Mrd. Euro erhalten. Ein zweiter Auftrag ging an die schwedische Ericsson für den Aufbau eines Internet-Hochgeschwindigkeitsnetzes. Einen dritten Auftrag erhielt der US-Netzwerkausrüster Cisco. Das Unternehmen soll das bestehende IP-Netz der australischen Firma erneuern. Finanzielle Einzelheiten wurden hier nicht genannt.

Trujillo erwartet bei den neuen Produkten des Unternehmens bis Ende 2008 ein Umsatzwachstum von 25 Prozent. Vorrangiges Ziel sei die Steigerung der Kundenzahl bei den Breitband- und Mobilfunknetzen, sagte er. Ende Juni hatte Telstra einen Marktanteil von 41 Prozent im Breitband-Bereich.

In den nächsten drei Jahren will Telstra 6000 bis 8000 Stellen abbauen. In fünf Jahren sollen insgesamt 10 000 bis 12 000 Stellen wegfallen. Damit würde die Belegschaftszahl um ein Fünftel gesenkt.

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