Rätsel um das Facebook-Phone
Facebook calling

Kommt es jetzt doch, das Facebook-Smartphone? Eine kryptische Einladung für kommende Woche in die Firmenzentrale versetzt das Silicon Valley in Alarmzustand.
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San FranciscoMark Zuckerberg macht wieder auf geheimnisvoll: „Kommt und seht unser neues Zuhause auf Android“, titelt die Einladung. Am 4. April um 19 Uhr deutscher Zeit will der Facebook-CEO den Schleier lüften, wie sich sein Netzwerk mit mittlerweile rund 600 Millionen Mobilfunk-Nutzern in Zukunft auf dem Smartphone-Betriebssystem Nummer eins präsentieren wird. Marktforscher bescheinigen Googles Betriebssystem Android einen weltweiten Marktanteil von über 70 Prozent im Smartphonemarkt. Einsam in Führung vor Apple und dem weit abgeschlagenen Rest wie Blackberry oder Microsoft.

Die Terminankündigung in Rätseln versetzt dementsprechend den Medienzirkus im Silicon Valley in höchsten Alarmzustand. Zu viele Spekulationen, Gerüchte hat es in jüngster Zeit gegeben. Sie verstummten nicht einmal, nachdem Zuckerberg höchstpersönlich einem eigenen Facebook-Smartphone eine Absage erteilt hatte. Erstens, weil er von „keinerlei Plänen“ für ein Smartphone in der „vorhersehbaren Zukunft“ sprach. Vorhersehbar ist schließlich noch nicht einmal morgen. Zweitens, weil immer wieder hartnäckig ziemlich konkrete Gerüchte über eine angebliche Kooperation mit dem taiwanesischen Hersteller HTC herumgereicht werden. Das Betriebssystem des Facebook-Phones: Googles Android.

Theoretisch macht eine eigene Hardware viel Sinn. Zuckerberg muss verhindern, dass die großen Plattform-Betreiber Apple und Google irgendwann einmal ihre Geräte für Facebook dichtmachen. Alle drei geraten auf immer mehr Spielfeldern aneinander, kämpfen um Social-Netzwerk-Kunden, und Online-Anzeigen.

Laut früheren Berichten von Bloomberg ist ein Verkaufsstart für den HTC-Facebook-Zwitter für Mitte 2013 angepeilt. Der Wall-Street-Journal-Blog AllThingsDigital will erfahren haben, dass des HTC-Gerät mit einer abgeänderten Version von Android laufen wird, die Facebook unlösbar mit der Software verbindet. So eine Software wird „Fork“ genannt, abgeleitet von der Weggabelung. Bekannteste Fork ist das Android-Betriebssystem von Amazon auf seinen Kindle-Tablets. Es sieht äußerlich Googles Software überhaupt nicht mehr ähnlich und alle Google-Dienste wie Suche oder Navigationsdienst sind verschwunden. Das ist ein schwerer Schlag für Google. Denn nur über diese werbefinanzierten Angebote verdient der Webriese an Android.

Kommentare zu " Rätsel um das Facebook-Phone: Facebook calling"

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  • Man muss schon sehr schmerzfrei und irre sein so ein Ding zu nutzen wo solch eine Firma mit einem Typ dahintersteckt der die Idee geklaut hat und Zuckerberg heisst.

  • @moni9
    HB sollte von Ihnen Geld verlangen, für diese Werbung. Doppelt. Sicher ein Lobbyist.

  • http://facebookphonelab.tumblr.com/

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