Rangliste der 20 größten Verlage
Buchverlage sind immer abhängiger von Bestsellern

Die 100 größten deutschsprachigen Buchverlage haben im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent beim Umsatz zugelegt. Einzelne Bücher entschieden dabei sehr stark über Gewinn und Verlust bei den Unternehmen.

HB DORTMUND. Dies ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten alljährlichen Umfrage des Fachmagazins „buchreport“. Die Entwicklung verlaufe jedoch höchst unterschiedlich. So habe ein Drittel der großen Verlage rückläufige Umsätze verzeichnet. Recht gut behauptet hätten sich Publikumsverlage, die allerdings immer abhängiger von einzelnen Bestsellern würden. Das Magazin verwies in diesem Zusammenhang auf den jüngsten „Harry Potter“-Band (Carlsen) und die Dan-Brown-Thriller (Lübbe).

Fachverlage medizinisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung hätten überdurchschnittliche Zuwächse erzielt. Verlage mit dem Schwerpunkt Recht, Wirtschaft und Steuern hätten hingegen nahezu durchweg Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Grund sei die wegen der Neuwahlen ausgebliebene rege Gesetzgebung zum Ende einer Legislaturperiode. Für die Verlage habe es daher wenig Impulse für Neuauflagen gegeben.

Die Liste der 100 größten deutschsprachigen Verlage gemessen am Umsatz wird unverändert angeführt vom Wissenschaftsverlag Springer Business+Science Media mit 588 Mill. Euro Umsatz. Es folgen die drei großen Schul- und Bildungsverlage Cornelsen (347 Mill. Euro), Klett (geschätzt: 344 Mill. Euro) und Westermann (geschätzt: 227 Mill. Euro). Die größten Publikumsverlage sind Weltbild (Platz 5, 224 Mill. Euro) und die Bertelsmann-Verlagsgruppe Random House (Platz 7, 202 Mill. Euro), zu der unter anderem Goldmann und Heyne gehören.

Die deutschsprachige Verlagsszene ist laut „buchreport“ weiterhin stark mittelständisch geprägt. So liege die Durchschnittsgröße der Top-100-Verlage bei einem Jahresumsatz von 59 Mill. Euro. Nur 15 Verlage oder Verlagsgruppen erreichten einen dreistelligen Millionen- Umsatz. Mehr als die Hälfte setze weniger als 30 Mill. Euro im Jahr um. Gleichwohl habe sich die Konzentrationsentwicklung 2005 verlangsamt. Nennenswerte Übernahmen habe es lediglich durch die Verlagsgruppe Random House gegeben, die unter anderem die Verlage DVA und Kösel gekauft habe.

„Aufgemischt wurde der Buchmarkt im vergangenen Jahr durch preisgünstige Buchreihen, die von großen Pressehäusern herausgegeben wurden“, so das Magazin weiter. Als Beispiele nannte „buchreport“ die „SZBibliothek“ der Süddeutschen Zeitung, die „Bild-Bestseller-Bibliothek“ und das „Zeit-Lexikon“. Nach Schätzung des Magazins haben die Sonderausgaben-Reihen im vergangenen Jahr insgesamt 130 Mill. Euro Umsatz erbracht.

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