Restrukturierung bei Sony: 20 000 Arbeitsplätze fallen weg
Samsung und Sony vereinbar Joint Venture

Der japanische Unterhaltungselektronikkonzern Sony und der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics planen ein Joint Venture zur gemeinsamen Produktion von Flachbildschirmen für Fernsehgeräte. Außerdem will Sony weltweit 20 000 Angestellte entlassen. So will Sony sein defizitäres Kerngeschäft sanieren.

HB TOKIO/SEOUL. Sony legte am Dienstag Einzelheiten seiner geplanten Umstrukturierung vor, durch die das Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2006/2007 (zum 31. März) zu einer operativen Gewinnmarge von 10 % zurückkehren will. Derzeit liegt sie bei 2,5 Prozent.

Das Gemeinschaftsunternehmen für Flüssigkristall-Bildschirme habe ein Volumen von umgerechnet 1,45 Milliarden Euro, teilte Samsung am Dienstag mit. Das Joint Venture solle Anfang 2004 in Südkorea gebildet werden und im Jahr 2005 seine Produktion aufnehmen. Ziel der Maßnahmen sei die Erhöhung der Gewinnmargen, hieß es. Samsung werde den Chef des Unternehmens stellen und Sony den Finanzchef. Neben dem Gemeinschaftsunternehmen für Flüssigkristall-Bildschirme kündigte Sony für April zudem die Ausgliederung seiner Finanzsparte an.

Analysten begrüßten die Maßnahmen und sagten, der Plan zeige, wie dringend es Sony um die nötigen Einschnitte gehe. Im Frühjahr hatte der Konzern die Märkte mit einem Verlust von einer Milliarde Dollar im Quartal schockiert. Der Marktwert des Konzerns fiel daraufhin innerhalb von zwei Tagen um ein Viertel und die Aktionäre forderten einschneidende Maßnahmen.

Die Umstrukturierung soll die jährlichen Fixkosten des Unternehmens bis 2006/2007 um 330 Milliarden Yen reduzieren. Sony konkurriert mit profitabler arbeitenden Unternehmen wie Matsushita Electric Industrial und Sharp, sitzt auf hohen Lagerbeständen und ist mit einer veralteten Produktlinie am Markt.

„Das Ziel dieses Plans ist es, eine operative Gewinnmarge von zehn Prozent auch dann zu erreichen, wenn der Elektronikumsatz nicht wächst“, sagte Sony-Chef Nobuyuki Idei bei der Vorstellung der Pläne. Die Elektroniksparte trägt 65 Prozent zum konsolidierten Konzernumsatz bei.

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