Ringier-Verlagschef Marc Walder
„Es wird blutig werden“

PremiumMarc Walder zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft des Journalismus – gedruckt und digital. Im Gespräch erklärt der Chef des Schweizer Medienhauses Ringier, welche Marken eine Chance haben und worauf er künftig setzt.

Zürich, Dufourstraße: Ganz oben arbeitet Marc Walder an der Spitze des Familienunternehmens Ringier. Mit Blick auf ein Gemälde von Richard Phillips („Lindsay Lohan“) und den Zürichsee. Der Manager nutzt die kurzen Wege in der Stadt, um sich mit anderen Schweizer CEOs abzustimmen, etwa für sein Lieblingsprojekt „Digitalswitzerland“.

Herr Walder, im Jahr 2000 sagten Sie, Surfen im Internet sei langweilig. Heute gelten Sie in der Schweiz als Vorkämpfer in Sachen Digitalisierung. Was ist passiert?
Für Verlagshäuser ist es längst ein Überlebenskampf geworden. Wenn Sie ein 185 Jahre altes Medienunternehmen in der fünften Generation führen, 7500 Mitarbeiter haben, rund 140 Zeitungen und...

 
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