Rückdatierte Aktienoptionen
SEC lässt von Apple ab

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Ermittlungen gegen Apple wegen rückdatierter Aktienoptionen eingestellt. Der Computerhersteller ist die Sache damit aber noch nicht ganz los.

HB WASHINGTON. Der Konzern arbeite hervorragend mit den Behörden zusammen, begründete die SEC am Dienstag ihre Entscheidung zur Einstellung des Verfahrens. Unter anderem habe Apple eine unabhängige Untersuchung zu den Optionen eingeleitet und die Ergebnisse freigegeben.

Die SEC hatte zuvor einen Rechtsstreit wegen der Aktienoptionen mit dem ehemaligen Apple-Finanzchef Fred Anderson beigelegt. Er stimmte der Zahlung von 3,5 Mill. Dollar zu. Mit der Absprache gehe ausdrücklich kein Schuldgeständnis einher, hieß es. Andersons Anwalt bestätigte eine Übereinkunft. Er und die SEC betonten, dass der Ex-CFO damit keine Schuld eingestanden habe.

Apple gehört zu den bekanntesten von mehr als 100 Firmen, gegen die in den USA wegen der Affäre ermittelt wird. Viele Unternehmen hatten Aktienoptionen, die sie an Mitarbeiter ausgegeben haben, in ihren Bilanzen rückdatiert. Dadurch erhöhten sich die Bezüge für das Führungspersonal, wenn der Kurs der Aktien in der Zwischenzeit gestiegen war. Die Rückdatierung an sich ist nicht illegal, muss jedoch vom Unternehmen korrekt verbucht werden.

Apple hatte im Dezember eingeräumt, mehr als 6 400 Aktienoptionen rückdatiert zu haben. Dadurch sei dem Unternehmen eine zusätzliche Belastung von 84 Mill. Dollar entstanden. Auch Konzernchef Steve Jobs selbst ist zweimal in den Genuss der zurückdatierten Optionen gekommen. Das Unternehmen stellte jedoch kein Fehlverhalten des Managements fest.

Ganz ist die Sache für Apple aber noch nicht ausgestanden. Die SEC gab parallel eine Klage gegen die ehemalige Chefanwältin des Computerkonzerns, Nancy Heinen, bekannt. Ihr werde unter anderem vorgeworfen, 2001 eigene Optionen sowie solche von Jobs manipuliert zu haben.

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