Rupert Murdoch
BSkyB-Kauf nach Gewinnplus auf der Kippe

Der britische Pay-TV-Sender BSkyB hat den Gewinn um rund ein Fünftel gesteigert. Das stellt den kompletten Kauf des Senders durch Rupert Murdoch in Frage. Der Medien-Tycoon gerät unter Druck.
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LondonFür die ersten sechs Monate seines Geschäftsjahres wies der zum News-Corp-Imperium von Rupert Murdoch gehörende Sender dank einer regen Nachfrage nach seinen Breitband-Angeboten am Donnerstag einen bereinigten Betriebsgewinn von 520 Millionen Pfund aus. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 3,2 Milliarden Pfund.

News Corp, mit fast 50 Prozent auch an Sky Deutschland (ehemals Premiere) beteiligt, will die britische Tochter ganz kaufen. Für die verbleibenden 61 Prozent hat Murdoch 700 Pence je Aktie geboten. BSkyB hat die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen. Da die Briten kontinuierlich gute Zahlen vorlegen, gehen Experten davon aus, dass der Druck auf News Corp steigt, beim Preis nachzulegen.

Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr am Mittwoch aus Kreisen, dass Murdoch einen Besuch beim Wirtschaftsforum in Davos absagte, um zu Verhandlungen über die BSkyB-Pläne nach London zu reisen. Der angepeilte Kauf stehe auf der Kippe, hieß es aus Kreisen, die mit den Plänen vertraut sind.

Die EU-Kommission hat das Vorhaben Murdochs bereits abgesegnet. Allerdings hat die britische Regierung Bedenken angemeldet. Murdoch nämlich kontrolliert mit News Corp bereits rund ein Drittel des britischen Zeitungsmarktes. So gehören ihm die Boulevardblätter "The Sun" und "The News of the World" sowie "The Times".

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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