Sanierung liegt im Zeitplan
Maxdata erwartet im zweiten Halbjahr schwarze Zahlen

Nach mehreren Verlustjahren will der Computer-Hersteller Maxdata im zweiten Halbjahr schwarze Zahlen schreiben. Das Unternehmen hatte im Frühjahr angekündigt, etwa 300 der 1200 Arbeitsplätze zu streichen. Damit sei man im Plan.

HB MARL/WÜRSELEN. Für das Gesamtjahr 2006 werde jedoch ein Verlust von etwa 25 Mill. Euro erwartet, sagte ein Firmensprecher am Dienstag.

Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen ein Minus von fast 30 Mill. Euro verbucht. Da die Restrukturierung greife, werde für das zweite Halbjahr ein Gewinn von rund fünf Mill. Euro erwartet. Für das kommende Jahr geht Maxdata von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Maxdata zählt zu den wenigen Unternehmen, die noch Computer in Deutschland herstellen.

Der im Frühjahr beschlossene Restrukturierungsplan, der unter anderem eine geringere Anzahl von Produkten sowie Entlassungen vorsieht, greife bereits. In der Hauptverwaltung in Marl fallen 125 Stellen und in der Computer-Fertigung in Würselen bei Aachen 105 Arbeitsplätze weg. Weitere 60 Stellen werden im Ausland gestrichen. „Wir glauben nach wie vor an die PC-Fertigung in Deutschland“, sagte der Firmensprecher. Sie verspreche eine schnelle Lieferung und sei nah an den Märkten. Eine Produktionsverlagerung nach Osteuropa oder Asien komme nicht in Frage.

Maxdata machte im vergangenen Jahr 657,4 Mill. Euro Umsatz. Im laufenden Jahr wird ein auf 600 Mill. Euro zurückgehender Umsatz erwartet. Zu der 1987 gegründeten Firma gehört auch die Monitor-Marke Belinea. Maxdata produziert Computer, Notebooks und Netzwerkrechner (Server) vor allem für Geschäftskunden.

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