Sars spielte erheblich Rolle
Samsung Electronics trotz Gewinneinbruch optimistisch

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat wegen sinkender Preise für Speicherchips und Flachbildschirme im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von mehr als 40 Prozent verzeichnet. Hoffnungen, dass es von nun an aufwärts geht, trieben die Aktien am Mittwoch dennoch um 2,5 Prozent ins Plus.

HB/dpa SEOUL. Der PC-Markt, von dem die Hersteller von vor allem in Computern verwendeten Speicherchips abhängig sind, werde von Quartal zu Quartal um elf Prozent wachsen, gab sich Kim Ilung, Vize-Präsident der Halbleitersparte, in einer Telefonkonferenz mit Analysten optimistisch. Mit der Einführung von 20 neuen Handymodellen im zweiten Halbjahr will Samsung zudem seinen Anteil im Mobilfunkmarkt ausbauen.

Samsung ist der weltweit größte Hersteller von Speicherchips und auf dem Handymarkt die Nummer drei hinter Nokia und dem US-Konzern Motorola. „Die Kernfrage für Samsung ist, ob die Preise für Speicherchips und der Handyabsatz im zweiten Halbjahr steigen“, sagte Oh Sung Sik, Chefstratege bei der Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investment Trust.

Doch viele Investoren scheinen schon davon überzeugt zu sein, dass sich die Technologiemärkte erholen werden. So stiegen die Samsung-Aktien nach der Veröffentlichung der Zahlen um 2,5 Prozent auf den höchsten Stand sei 15 Monaten. In Europa kletterte der Stoxx-Technologieindex zu Handelsbeginn 1,2 Prozent auf ein neues Jahreshoch. Zu dem Optimismus trugen auch die Zahlen des weltweit größten Halbleiter-Herstellers Intel bei, der seinen Gewinn im zweiten Quartal verdoppelte. Motorola enttäuschte dagegen mit einem verhaltenen Ausblick für das laufende Quartal.

Samsung will Jahresziel bei Handyabsatz übertreffen

Im zweiten Quartal musste Samsung noch einen Gewinneinbruch von 41 Prozent auf 1,13 Billionen Won (rund 860 Millionen Euro) hinnehmen, was aber im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen mit 9,84 (Vorjahr: 9,73) Billionen Won. Die Halbleitersparte, die rund ein Drittel des Konzernumsatzes ausmacht, verbuchte einen Gewinnrückgang um 47 Prozent auf 570 Milliarden Won. Samsung ist damit aber der einzige profitable Speicherchiphersteller unter den Konkurrenten wie Micron, Hynix oder Infineon. Samsung ist unter anderem Vorreiter bei den schnelleren Double Rate Data Chips (DDRs), die nun zum Industriestandard werden.

Der Absatz von Mobiltelefonen, der zweiten großen Samsung-Sparte, lag mit zwölf Millionen Stück vor allem wegen des Ausbruchs der Lungenepidemie Sars in China unter Plan, wie der Konzern erläuterte. Doch Samsung gab sich zuversichtlich, mit neuen Modellen das Ziel, im Gesamtjahr 52,5 Millionen Handys zu verkaufen, übertreffen zu können. „Wir glauben daran, das Samsung dieses ehrgeizige Ziel erreichen kann“, sagte Kim Sang Jae, Analyst bei Woori Securities. Samsung hat seinen Anteil am weltweiten Handymarkt in den vergangenen zwei Jahren auf zwölf Prozent mehr als verdoppelt und damit Konkurrenten wie Siemens und Sony Ericsson überholt.

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