Schwache Game-Cube-Nachfrage belastet
Nintendo schreibt erstmals rote Zahlen

Der japanische Spielehersteller Nintendo hat erstmals in seiner Firmengeschichte rote Zahlen geschrieben. Der Game-Cube habe sich schlechter als erwartet verkauft, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Kyoto mit. Zudem belasten hohe Abschreibungen als Folge des stärkeren Yen.

HB TOKIO. Das Unternehmen, das auch für seine „Pokemon“-Spiele bekannt ist, wies am Donnerstag einen Nettoverlust von 2,89 Mrd. Yen (rund 22,84 Mill. €) aus nach einem Gewinn von 18,97 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum. Es war der erste Halbjahresfehlbetrag von Nintendo seit dem Börsengang 1962.

Belastet wurde das Ergebnis von rückläufigen Geschäften mit dem Game-Cube, der auf dem weitgehend gesättigten japanischen Markt starke Konkurrenz durch die PlayStation zwei von Sony und die Xbox von Microsoft hat. Im vergangenen Monat hatte Nintendo den Preis für den Game-Cube in Japan um 29 % gesenkt. Sony und Microsoft hatten im laufenden Monat bei ihren Produkten mit Nachlässen von rund 21 beziehungsweise 32 % nachgezogen.

Ein weiterer Grund für den Fehlbetrag waren Wertverluste im Volumen von 40 Mrd. Yen (rund 367,75 Mill. Dollar) bei den Vermögenswerten in Dollar, die sich insgesamt auf fünf Mrd. Dollar belaufen, wegen der Kursverluste der US-Währung zum Yen. Der Konzernumsatz legte im ersten Geschäftshalbjahr (zum 30. September) um 1,6 % auf 211,38 Mrd. Yen zu. Am Gesamtjahresausblick hält Nintendo fest. Demnach werden ein Gewinn von 60 (Vorjahr 67,27) Mrd. Yen und ein Umsatz von 550 (504) Mrd. Yen erwartet.

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