Seit Monaten kein neues Modell
Analyst: Motorola leidet auch unter schwachem Handy-Portfolio

SARS sei "nicht die ganze Geschichte", meint ein Experte. Motorola hatte seine Prognose gesenkt und dies mit dem schwachen Asiengeschäft begründet, das unter dem Ausbruch der Lungenkrankheit leide.

vwd NEW YORK. Der Handyhersteller Motorola leidet nach Einschätzung von Bear-Stearns-Analyst Wojtek Uzdelewicz nicht nur unter SARS, sondern auch unter einem schwachen Handy-Portfolio und einem rückläufigen Marktanteil. Zuvor hatte Motorola die eigenen Prognose für das zweite Quartal reduziert und diesen Schritt mit den Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS begründet. Diese habe die Nachfrage nach Mobiltelefonen deutlich reduziert und zu einem überhöhten Lagerbestandsdruck in der Region geführt. Wie Uzdelewicz am Montag zu CNBC sagte, habe man mit den Auswirkungen von SARS gerechnet. „Doch das ist nicht die ganze Geschichte“, sagte er.

Das Unternehmen habe seit sechs Monaten kein neues Mobiltelefon mehr auf den Markt gebracht. Eine Prüfung der Vertriebswege weise zudem darauf hin, dass das neue Handy-Modell, das voraussichtlich im dritten Quartal auf den Markt kommen soll, mit Verzögerungen zu kämpfen haben werde. Und selbst mit einem neuen Handy werde der Wettbewerbsdruck hoch bleiben, da der gesamte Sektor unter Überkapazität leide, so der Analyst weiter.

Andere Analysten wiederum sehen in der Konkurrenz der chinesischen Handy-Hersteller den eigentlichen Grund für die Probleme von Motorola. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, für das zweite Quartal nunmehr nur noch ein Ergebnis je Aktie ohne außerordentliche Posten auf Breakeven-Niveau zu sehen, nachdem zuvor 0,03 Dollar bis 0,05 Dollar erwartet worden waren.

Nach Einschätzung der Analysten ist der Marktanteil von Motorola am chinesischen Mobiltelefon-Markt auf rund 22 Prozent von über 30 Prozent vor etwa einem Jahr zurückgegangen.

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