Smartphone
Blackberry-Hersteller setzt auf neues Betriebssystem

Das neue Smartphone-Betriebssystem Blackberry 10 findet Anschluss an wichtige Soziale Netzwerke. Zum Marktstart Anfang kommenden Jahres stünden passende Zusatzprogramme - sogenannte Apps - bereit.
  • 4

San JoséMit dem neuen Betriebssystem Backberry 10 will der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) sein Comeback auf dem umkämpften Mobilfunk-Markt schaffen. "Wir geben zu, ein Wandel ist notwendig", sagte RIM-Chef Thorsten Heins am Dienstag bei einer Konferenz von Softwareentwicklern im kalifornischen San José. Dieser Wandel soll mit der neuen Version des Betriebssystems gelingen, das Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen soll.

Mit der neuen Software sollen unter anderem die Bedienung und das Finden von Apps einfacher werden, die Sicherheitsvorkehrungen werden gestärkt und die Verwaltung des Kalenders soll verbessert werden. Überdies plant RIM ein Programm, mit dem das Smartphone auf verschiedenen Benutzeroberflächen für private und berufliche Zwecke in einem Gerät eingesetzt werden kann. Diese Eigenschaft werde die Entwicklungen der kommenden zehn Jahren prägen, sagte Heins.

Die starke Konkurrenz von Apple und anderen Smartphone-Herstellern, die auf dem Google-Betriebssystem Android basieren, hat RIM in den vergangenen Jahren stark unter Druck gesetzt. Der Konzern musste Tausende Arbeiter entlassen, um Verluste auszugleichen.

Es galt keineswegs als sicher, dass die Internetfirmen den Blackberrys die Treue halten. Der Siegeszug von Apples iPhone und Telefonen mit dem Android-Betriebssystem hat dem Smartphone-Pionier schwer zugesetzt. Nach Daten des Branchenbeobachters IDC hatten Blackberrys im zweiten Quartal nur noch einen Anteil von 4,8 Prozent an den gesamten Auslieferungen. Das war weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. RIM schrieb zuletzt hohe Verluste. 5000 Mitarbeiter sollen im Zuge eines Sparprogramms gehen.

Das grundlegend erneuerte Betriebssystem Blackberry 10 soll die Wende bringen. Nach mehreren Verzögerungen sind erste Geräte für das Auftaktquartal 2013 angekündigt. Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins hofft, dass bestehende Blackberry-Besitzer umsteigen. Nach seinen Worten gab es zuletzt weltweit 80 Millionen Nutzer. Vor allem in Schwellenländern haben Blackberrys als Einsteigergerät noch viele Fans. Zudem setzen Firmen weiterhin auf den als besonders sicher geltenden E-Mail-Dienst.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Smartphone: Blackberry-Hersteller setzt auf neues Betriebssystem"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Man merkt, dass keiner die BlackBerry Jam gestern verfolgt hat. Die BlackBerry10-Software ist tatsächlich revolutionär. Ich habe solche geschickte Lösungsansätze für schnelle Bedienung des Smartphones bisher in keiner anderen OS gesehen. Wenn das im Endgerät so perfekt läuft wie in der Show präsentiert. Bin ich mit unserem kleinen Unternehmen ZURÜCK bei BlackBerry

  • @MarkusZZ: Wir befinden uns erst am Anfang eine portablen Computer Revolution (Smart Phone). Welches BS das Rennen macht, ist noch völlig offen. BB ist für mich wegen der Tastatur die 1. Wahl. Andoid ist mir suspekt...
    Microsoft würde ich vorziehen...

  • Blackberrys sicherer E-Mail Client....
    Leider werden alle E-Mails über zentrale Server in den USA geleitet und dann weiter verteilt.
    Für Forschung, Management und Politik ist diese Option des "mitlesens" inakzeptabel und kostet Kunden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%