Smartphone-Markt
Samsung und Apple verlieren Marktanteile

Trotz positiver Gewinnaussichten schlägt Smartphone-Hersteller Samsung leisere Töne an: Die Konkurrenz wird stärker, deren Geräte immer billiger, der Kostendruck also höher. Der Verkauf mobiler Geräte bereitet Sorge.
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SeoulDer erfolgsverwöhnte Smartphone-Weltmarktführer Samsung spürt wie Rivale Apple Gegenwind. Der Technologieriese aus Südkorea erwartet zwar weiter zulegende Gewinne, stellt sich aber auf eine Abschwächung des Absatzwachstums im weltweiten Smartphone-Geschäft im laufenden Quartal ein. Dort gebe es ferner Risiken durch eine verschärfte Konkurrenz, erklärte das Management am Freitag. Die durchschnittlichen Verkaufspreise dürften zurückgehen, weil der Anteil günstigerer Smartphones wachse.

Im vergangenen Quartal stieg der operative Konzerngewinn Samsungs nach endgültigen Zahlen zwar um 47,5 Prozent auf einen Rekordwert von umgerechnet 6,4 Milliarden Euro. Ein Dämpfer zeigte sich aber im Geschäft mit mobilen Geräten: Dort lag das Ergebnis von 4,3 Milliarden Euro 3,5 Prozent unter dem im vorangegangenen Vierteljahr, wenn auch 52 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Im April hatte Samsung seinen neuen Hoffnungsträger Galaxy S4 auf den Markt gebracht und dafür eine kostspielige Werbekampagne gestartet.

Dennoch baut Samsung beim Smartphone-Absatz den Vorsprung zum Hauptrivalen Apple weiter aus. Der südkoreanische Branchenführer verkaufte im zweiten Quartal laut den Marktforschern von IDC 72,4 Millionen Computer-Handys. Das brachte Samsung auf einen Marktanteil von 30,4 Prozent – nach 32,2 Prozent im Vorquartal. Apples iPhones rutschten dagegen mit 31,2 Millionen abgesetzten Geräten auf 13,1 Prozent Marktanteil ab nach zuvor noch 16,6 Prozent.

Insgesamt wuchs das Smartphone-Geschäft IDC zufolge um 52,3 Prozent auf 237,9 Millionen verkaufte Geräte. Kleinere Anbieter konnten ihre Marktanteile ausbauen. Samsung-Rivale LG verdoppelte den Absatz verdoppeln und rückte mit 5,1 Prozent Marktanteil auf den dritten Platz vor. Der chinesische Hersteller Lenovo steigerte den Marktanteil von 3,1 auf 4,7 Prozent und verdrängte den einheimischen Konkurrenten Huawei aus der Top 5. Der dritte große chinesische Anbieter ZTE hielt den Marktanteil mit 4,2 Prozent stabil. In Asien sind vor allem günstige Smartphones gefragt, was den chinesischen Herstellern einen soliden Absatz sichert.

Da das Interesse an einfachen Handys weiter sinkt, rückte der Gesamtabsatz von Mobiltelefonen laut IDC nur um sechs Prozent auf 432,1 Millionen Geräte vor.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Smartphone-Markt: Samsung und Apple verlieren Marktanteile"

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  • Das ist nur eine Teilwahrheit. Wenn die Metrik hinter den Zyklen genau betrachtet wird, ist deutlich, dass dieser Trend nicht nach unten führt, noch eine Sättigung eingetreten ist. Der Motor läuft noch recht gut. Für Apple und Samsung, doch Apple "atmet" besser

  • @ Rainer

    Zitat : So ist das mit Unternehmen, die sich verpflichtet fühlen keinen kurzlebigen Ramsch zu produzieren.

    - weiss zwar nicht, was Sie damit sagen wollen, aber die Produktionslosten für das aktuelle IPhone in China betragen 28 € !

    Genau so viel wie für das Chinesen-Original Zopo !

  • hat ja nicht lange gedauert bis das erste Apple Bashing stattgefunden hat .. Bravo Vicario! Ein Mann der sich denkt, dass er die Branche kennt und in die Kristallkugel schaut. Kein Unternehmen macht immer noch soviel Gewinn wie Apple! Und auch das nächtste Iphone wird dafür sorgen, dass nicht nur der Umsatz, sondern auch die Gewinnmarge stimmt. So ist das mit Unternehmen, die sich verpflichtet fühlen keinen kurzlebigen Ramsch zu produzieren.

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