Softwarekonzern SAP
Gewerkschaften gewinnen bei SAP-Aufsichtsratswahl

Der erbittert geführte Wahlkampf endet mit einer Überraschung: Bei der Aufsichtsratswahl des Softwareherstellers SAP haben die Kandidaten von Gewerkschaften am Donnerstag viele Stimmen gewonnen.
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WalldorfKandidaten von Gewerkschaften haben überraschend viele Stimmen bei der SAP-Aufsichtsratswahl gewonnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend aus dem Unternehmen erfuhr, wurden zwei der bisherigen Aufsichtsräte – die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Christiane Kuntz-Mayr und Stefan Schulz – allerdings nicht wiedergewählt.

Die beiden Plätze für die Gewerkschaftsvertreter besetzen nun der Vertreter der Böckler-Stiftung, Sebastian Sick, und Christine Regitz vom Verband angestellter Akademiker. Außerdem wurde Andreas Hahn von der Gewerkschaft Verdi als Mitarbeitervertreter neu in das Gremium gewählt. Als leitende Angestellte zieht Margret Klein-Magar erneut in den Aufsichtsrat ein. Darüber hinaus bekamen die bisherigen Aufsichtsräte Lars Lamandé und Panagiotis Bissiritsas genügend Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei etwa 50 Prozent.

Zum ersten Mal in der Geschichte der SAP waren die Kandidaten direkt und nicht über Delegierte gewählt worden. Hintergrund für die Wahl ist die Umwandlung der SAP AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE). Im vergangenen Jahr war auf der Hauptversammlung die Änderung der Rechtsform entschieden worden. Im Vorfeld hatten die Kandidaten sich einen erbitterten Wahlkampf geliefert. 24 Kandidaten rangelten sich um die gut bezahlten sechs Mandate, die bei der Briefwahl ausstanden. Drei weitere Plätze wird der Europäische Betriebsrat voraussichtlich im März bestimmen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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