Sony-Film „The Interview“
15 Millionen Dollar in vier Tagen

Erst Hackeropfer, dann ein Kassenschlager: Der Nordkorea-Film „The Interview“ hat in den ersten vier Tagen im Netz bereits mehr als 15 Millionen Dollar eingespielt. Für Sony ist der Erfolg ein kleiner Triumph.
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Der Hackerangriff auf Sony sollte die Ausstrahlung des Films „The Interview“ verhindern. Doch die Attacke hat aus der Komödie stattdessen einen Kassenschlager gemacht. Allein in den ersten vier Tagen spielte der Streifen im Internet mehr als 15 Millionen Dollar ein, wie Sony angab. Damit ist die Komödie nach Angaben des Unternehmens bisher der erfolgreichste Online-Film.

Der Film, in dem der nordkoreanische Führer getötet werden soll, wurde zwischen dem 24. und dem 27. Dezember demnach zwei Millionen Mal ausgeliehen oder gekauft. Die Komödie ist sowohl auf Google Play als auch auf Youtube Movies und Microsofts Xbox verfügbar. Zudem hat das Medienunternehmen eigens eine Seite eingerichtet, auf der Interessierte den Film sehen können. Auch Apple bietet den Streifen auf seinem Portal iTunes an.

Gleichzeitig erschien der Film auch in den Kinos. Dort spielte er in 331 Theatern immerhin 2,8 Millionen Dollar ein. Allein am 25. Dezember nahm Sony mit „The Interview“ eine Million Dollar ein.

Am 24. Dezember wurden diverse Ausstrahlungen gestrichen, da Hacker Gewalt angedroht hatten. Nach Angaben des FBI kamen diese Drohungen aus Nordkorea.

Der Hackerangriff auf Sony hatte das Unternehmen schätzungsweise 500 Millionen Dollar gekostet.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

Kommentare zu " Sony-Film „The Interview“: 15 Millionen Dollar in vier Tagen"

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  • Kein Wunder, daß der Film jetzt eine Menge Geld einspielt - bei DER massiven Werbung im Vorfeld... Und das "Verbotene" reizt ja immer ganz besonders.

    PS.:
    Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, daß seit dem ganzen Nordkorea-Hype der CIA-Folterbericht ganz unauffälig vom Bildschirm verschwunden ist? Zufall?

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