Soziales Netzwerk
Snapchat nennt Nutzerzahlen für Deutschland

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Ernüchterung bei Analysten

Die positiven Nachrichten können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zuletzt gar nicht gut lief: Anfang der Woche korrigierten die Analysten von JP Morgan das Kursziel der Aktie von 20 Dollar auf 18 Dollar, wodurch die Titel gerade einmal einen Dollar über dem ursprünglichen Ausgabepreis liegen würden. Zuletzt lag die die Aktie bei rund 18,80 Dollar. Für die US-Analysten ist zudem klar, dass es zwar viele aktive Nutzer gibt. Sie hegen aber Zweifel daran, ob es Snap gelingen wird, sein Werbegeschäft auszubauen.

Bei Bekanntgabe der ersten Quartalszahlen nach Börsengang war der Werbeumsatz pro Nutzer innerhalb von drei Monaten von 1,05 Dollar auf 90 Cent gesunken. Die Analysten erwarten Profite erst für das Jahr 2020. Zuletzt machte der Konzern 2,2 Milliarden Dollar Verlust bei einem Umsatz von 149,7 Millionen Dollar, wobei jedoch zwei Milliarden des Verlustes auf Aktienoptionen für Mitarbeiter und Manager im Zuge des Börsengangs entfielen.

Auch die mit viel Tamtam in Europa gestarteten „Spectacles“ sehen die Analysten nüchterner: Während sie früher von bis zu 915.000 verkauften Exemplaren und einem damit verbundenen Umsatz von 119 Millionen Dollar ausgingen, senkten sie die Erwartung jetzt auf 429.000 Stück in diesem Jahr und 56 Millionen Umsatz.

Zudem befürchten die Experten die Konkurrenz von Facebook: Mark Zuckerberg hatte nach und nach viele Funktionen von Snapchat für seine Dienste kopiert. Tochterfirma Instagram verkündete unlängst, dass ihr Snapchat-Klon auf mehr als 200 Millionen Nutzer kommt. Bei WhatsApp sieht es ähnlich aus: Dort nutzen die „Stories“-Funktion 175 Millionen User täglich. Und auch in Deutschland konnte Facebook zuletzt auf rund 30 Millionen aktive Nutzer wachsen.

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