Sparprogramm wegen rückläufiger Nachfrage
SAP-Mitarbeiter sollen auf Urlaub verzichten

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will mit einem strikten Sparprogramm der rückläufigen Nachfrage begegnen. Nach dem Einstellungsstopp ruft das Management die Mitarbeiter nun dazu auf, auf einen Teil ihres Urlaubes zu verzichten. Auch andere Annehmlichkeiten werden gestrichen.

HB DÜSSELDORF. SAP versucht offenbar in großer Eile, Kosten zu drücken, wo es nur geht: In einer internen E-Mail habe das Management ferner angekündigt, genau zu prüfen, welche Dienstreisen und Neuanschaffungen unbedingt nötig seien. Bereits zu Wochenbeginn hatte SAP einen Einstellungsstopp verhängt. „SAP sieht offenbar dunkle Wolken am Horizont auf sich zukommen“, so Branchenexperte Thomas Hofman von der Landesbank Baden-Würtemberg.

Der Branchenprimus scheint sich mit den Maßnahmen für schwierige Zeiten rüsten zu wollen. „Zumindest schließt SAP deutlichere Rückgänge beim Geschäft nicht aus“, meint Hofmann. Auch dem großen US-Konkurrenten Oracle ging es bei den zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen nicht viel besser: Bei der Applikationssoftware gab es ein Minus von 14 Prozent.

Hintergrund ist die Finanzkrise und der damit verbundene Konjunkturabschwung: Viele Unternehmen verschieben die Investitionen, die nicht zwingend nötig sind. Und dazu gehört eben auch eine neue Firmensoftware: „Bei diesen Investitionen halten immer mehr Unternehmen die Taschen zu“, sagt Hofmann.

Die SAP-Vorstände gehen bei den Sparmaßnahmen mit gutem Beispiel voran: Sie haben jeweils zehn Urlaubstage „gespendet“ und an die Mitarbeiter appelliert, ihrem Beispiel zu folgen, so eine Sprecherin. Bei dem Urlaubsverzicht handele es sich aber um eine „freiwillige“ Möglichkeit, sagte SAP weiter. Keinesfalls gebe es einen Zwang, auf Urlaubstage zu verzichten.

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