Start-up schaltet Werbung
Jukebox Soundcloud soll Geld einbringen

Eines der bekanntesten deutschen Start-ups will jetzt Geld verdienen: Der Musikdienst Soundcloud führt Werbung ein. Zwischen den Songs und Audiodateien sind künftig Spots zu hören. Namhafte Marken machen mit.
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DüsseldorfFacebook und Twitter haben es vorgemacht: Das bekannte Berliner Start-up Soundcloud will mit Werbung Geld verdienen. In seinen Online-Dienst, über den Nutzer Songs, Podcasts und andere Audiodateien abrufen können, werden künftig „gelegentlich“ Werbespots eingestreut, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem sollen online Anzeigen zu sehen sein. Künstler und Labels, die Musik hochladen, werden an den Einnahmen beteiligt. Dieses Modell ermögliche es, den Dienst für Nutzer weiter kostenlos anzubieten, betonte das Unternehmen.

Soundcloud ist – anders als etwa iTunes und Spotify – eine Plattform, auf der jeder Musik oder andere Audiodateien hochladen kann. Auch viele Künstler nutzen den Dienst, um Songs unter den Fans zu verbreiten, das gilt vor allem für elektronische Musik und Hiphop.

Das Programm On Soundcloud wird zunächst in den USA eingeführt. Werbung schalten Unternehmen wie Red Bull, Jaguar, der Hifi-Hersteller Sonos sowie der TV-Sender Comedy Central. Anzeigen werden nur mit Zustimmung der Künstler und Musikverlage eingeblendet. Zum Start beteiligen sich unter anderem die Major Labels Sony und BMG, aber auch etliche Künstler. Mit dem Werbeprogramm reagiert Soundcloud auch auf Forderungen der Musikbranche, Lizenzgebühren zu zahlen.

Soundcloud ist eines der bekanntesten Berliner Start-ups. Der Dienst erreicht nach eigenen Angaben 350 Millionen Internetnutzer im Monat, 175 Millionen hören sich auch Dateien an. Bei einer Finanzierungsrunde im Januar soll die Firma mit 700 Millionen Dollar bewertet worden sein. Bislang hat das Unternehmen diese Popularität jedoch nicht in signifikante Umsätze ummünzen können – nun soll die Jukebox Geld einbringen.

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  • Ein Musikdienst mit eingebauter Werbung: Was für für eine fulminante Idee; das ist noch nie dagewesen und schlägt bestimmt ein wie eine Bombe; Firmen werden sich um Werbezeiten prügeln. Was bitte ist jetzt genau der Unterschied zum seit Jahrzehnten bekannten Radio? Dort hab ich wenigstens neben dem üblichen Gedudel (das beim Musikdienst vom Nutzer selbst ausgesucht und sortiert wird, aber das gleiche Gedudel bleibt) meist auch noch ein paar Informationen. Wenn ich die nicht will, gibt es auch reine Musikradios. Und das alles dank "Medienabgabe" praktisch gratis. Dass irgendwelche Firmengründer immer gleich glauben müssen, sie würden das Rad neu erfinden...

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