STMicro greift zu
Nokia verkauft letzten Chip-Bereich

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia räumt im eigenen Portfolio auf und trennt sich endgültig von seinem Mikrochip-Geschäft.

HB HELSINKI. Die letzten verbliebenen Aktivitäten in diesem Bereich gibt der finnische Konzern an den französisch-italienischen Halbleiterkonzern STMicroelectronics ab. Wie Nokia am Mittwoch weiter mitteilte, wurde zugleich der weltweit größte Mobiltelefon-Produzent STMicro mit der Lieferung von Breitband-Chips für seine Apparate beauftragt.

Nokia begründete den endgültigen Ausstieg aus der Chipentwicklung damit, sich stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren zu wollen. „Das ist ein pragmatischer Schritt angesichts stetig wachsender technischer Komplexität“, sagte Nokias Technologie-Plattformen-Chef Niklas Savander. „Das schafft Luft für andere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, etwa im Bereich Internet, Dienstleistungen und Benutzeroberflächen.“

Die Chips, die Nokia in seinen Handys verbaut, stammen neben STMicro auch von der deutschen Infineon, sowie den US-Herstellern Broadcom und Texas Instruments. Die Texaner sind der größte Halbleiterlieferant der Finnen. Nokia gibt mit dem Chipgeschäft auch 200 Mitarbeiter gegen Jahresende an STMicro ab. „STMicro bekommt die Ingenieure, die wahrscheinlich ganz gut sind. Als Anreiz, die Leute zu übernehmen, haben sie den Auftrag gekriegt“, sagte Analyst Scott Geels von Sanford Bernstein.

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