StudiVZ-Chef Clemens Riedl
„Es gibt keinen Kampf gegen Facebook mehr“

StudiVZ-Chef Clemens Riedl kündigt im Gespräch mit dem Handelsblatt einen eigenen Telefondienst an – und erstmals einen operativen Gewinn: „Unser Umsatz ist 2010 um 60 Prozent auf rund 30 Millionen Euro gestiegen.“
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Handelsblatt: Herr Riedl, wie lautet die aktuelle Nachricht auf Ihrem Facebook-Profil?

Clemens Riedl: Natürlich habe ich ein privates Facebook-Profil, aber meinen Status habe ich lange nicht mehr aktualisiert.

Laut Googles AdPlanner hat Facebook in Deutschland inzwischen 21 Millionen deutsche Besucher im Monat, die VZ-Netze zusammen 11,4 Millionen. Noch 2009 hat VZ als Ziel genannt, immer der Größte in Deutschland zu sein.

Das ist nicht die Strategie, die wir aktuell verfolgen. Außerdem legt Facebook - anders als wir - seine Nutzerprofile offen, hat daher mehr Treffer über Suchmaschinen. Deshalb sind die AdPlanner-Zahlen nicht vergleichbar. Sie spielen zudem für die Vermarktung in Deutschland keine Rolle.

Stimmen Umsatz und Ertrag?

Unser Umsatz ist 2010 um 60 Prozent auf rund 30 Millionen Euro gestiegen, allein im November waren es drei Millionen Euro. Wir sind im zweiten Halbjahr vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen profitabel - bei sehr geringen Abschreibungen. Wir haben damit hoffentlich endgültig die Frage beantwortet, ob man mit Social Communities Geld verdienen kann.

Es gab die Kritik, dass Sie zu stark aufs Geldverdienen und zu wenig auf die Nutzer achten.

Die Kritik kann ich verstehen. 2011 soll der Nutzer wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Wir mussten aber erstmal beweisen, dass wir Geld verdienen können - das ist auch für den Gesellschafter Holtzbrinck Digital wichtig, der viel investiert hat. Außerdem mussten wir an der technischen Plattform arbeiten. Wir haben die meisten Zugriffe einer deutschen Website. Das ist für die Technik ein Kraftakt.

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Kommentare zu " StudiVZ-Chef Clemens Riedl: „Es gibt keinen Kampf gegen Facebook mehr“"

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  • Liest vor der Veröffentlichung heute keiner mehr Korrektur? Wenigstens 1 x Mal den ganzen Artikel durchlesen und korrigieren ?? Damit Sätze, wie diese Sinn bekommen:

    Ebenso wichtig ist aber, dass wir anders als beispielsweise Facebook nicht nur einfache bild-Text-Kombis, sonder klassische banner mit nachgewiesener Werbewirkung.

    Traurige Medienwelt 2010 :-(

  • ich würde studivz auf der stelle aufgeben und mein geld rausziehen.... hätten sie lieber aus studi einfach meinVZ gemacht für alle. nein, typisch deutsch, für jeden eine plattform! dieses "VZ" hätte man auch für leute aus dem ausland zugänglich machen müssen... die trennung in zwei netzwerke war der weg ins aus. meine meinung als ehemaliger nutzer und student

  • Umsatz von 30 Mio? lächerlich!! verluste? Mitarbeiter? bei 15 Mitarbeitern wäre der Umsatz ok, aber so, Holtzbrink war einfach zu gierig, selbst schuld!

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