Tarifreform der GEMA
GEMA und Musikveranstalter legen Gebührenstreit bei

Der Streit über teurere Gebühren für Musikveranstaltungen ist beigelegt: Musikveranstalter und die GEMA einigen sich auf eine Regelung für Events in Kneipen, Clubs und Diskotheken. Die neuen Tarife treten bald in Kraft.
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BerlinDer monatelange Streit über deutlich teurere Gebühren für Musikveranstaltungen in Deutschland ist beigelegt. Der Dachverband der Musikveranstalter und die Verwertungsgesellschaft GEMA einigten sich auf eine vertragliche Regelung für Events in Musikkneipen, Clubs und Diskotheken, wie die Konfliktparteien am Mittwoch mitteilten. Die neuen Tarifgebühren treten am 1. Januar 2014 in Kraft. „Nach vielen Monaten voller Ungewissheit und Existenzängste besteht nun endlich Rechts- und Planungssicherheit für Tausende Musiknutzer“, sagte Ernst Fischer, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter und Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga).

Die Branche war Sturm gelaufen gegen die ursprünglich geforderte Tarifreform der GEMA, die Erhöhungen von bis zu 1000 Prozent mit sich gebracht hätte. Clubs und Discos hätten durchschnittlich 400 bis 500 Prozent mehr zahlen sollen. Viele Musikveranstalter sahen sich deshalb in ihrer Existenz bedroht. Die Einigung sieht nun im Kern vor, dass etwa Veranstalter von Livemusik oder von Musik aus der Konserve umso stärker von Tariferhöhungen betroffen sind, je größer ihre Räume oder je höher das Eintrittsgeld ist. Bestimmte Tariferhöhungen sind über fünf oder mehr Jahre gestreckt.

Die GEMA vertritt mehr als 65.000 Musikautoren und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) ist mit rund 150.000 Mitgliedern der größte Musiknutzerverband in Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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