Tauschgeschäft
Hintergrund zur GBL-Beteiligung an Bertelsmann

Im Jahr 2001 hatte Bertelsmann einen Anteil von 25,1 Prozent an die belgische Finanzholding GBL gegeben. Dafür erhielt der Gütersloher Konzern knapp 30 Prozent von Europas größtem privaten Fernsehanbieter RTL Group und steigerte seinen RTL-Anteil damit auf 67 Prozent.

HB GÜTERSLOH. Inzwischen stockte Bertelsmann bei RTL weiter auf und besitzt nun 90,4 Prozent. RTL ist heute mit mehr als fünf Mrd. Euro Umsatz und einem operativen Ergebnis von mehr als 750 Mill. Euro die größte und ertragsstärkste der sechs Bertelsmann- Sparten.

Hintergrund des Deals war die Erkenntnis des damaligen Bertelsmann-Vorstandschefs Thomas Middelhoff, dass auf dem Geschäftsfeld der Neuen Medien wie etwa dem Internet nicht die erhofften Zuwachsraten erzielt werden könnten. Er setzte deshalb verstärkt auf das ertragreiche Fernsehgeschäft.

Der belgischen Finanzholding GBL, maßgeblich von Milliardär Albert Frère beeinflusst, musste Bertelsmann allerdings das Recht zusichern, ihren Anteil ab Mai 2005 auf Verlangen an die Börse zu bringen. Dafür verzichtete GBL auf 0,1 Prozent der Stimmanteile in der Bertelsmann-Hauptversammlung und damit auf eine Sperrminorität zum Verhindern wichtiger Entscheidungen. Die Option war vor zwei Jahren auf Mai 2006 verlängert worden.

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