Technologie
Toshiba mit starkem Gewinneinbruch

Der Computer- und Chiphersteller Toshiba muss einen schweren Gewinneinbruch verzeichnen. Grund dafür ist unter anderem das Japan-Beben. Auch der starke Yen bereitet Schwierigkeiten.
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TokioDas schwere Beben in Japan hinterlässt auch in der Bilanz des heimischen Computer- und Chiphersteller Toshiba tiefe Spuren. Der Betriebsgewinn sank im ersten Geschäftsquartal um 88 Prozent auf 4,12 Milliarden Yen (rund 36 Millionen Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch Toshibas Produktion war durch Schäden an Werken unterbrochen. Zudem belastet der starke Yen das Exportgeschäft. Trotz der widrigen Umstände hielten die Japaner an ihrer Jahresprognose für einen Betriebsgewinn von 300 Milliarden Yen fest.

Der Nettogewinn stieg den Angaben nach im Quartal per Ende Juni um 0,9 Prozent auf 470 Millionen Yen. Der Umsatz sank um 8,6 Prozent auf 1,33 Billionen Yen. Toshiba beliefert unter anderem Apple mit Halbleitern. Neben Speicherchips macht das japanische Unternehmen auch Reiskocher und andere Haushaltsgeräte sowie Atomreaktoren.

Toshiba steht unter Druck, den Schwenk hin zu kleineren und leistungsfähigeren Chips zu schaffen. Zudem müssen sich die Japaner wie andere heimische Firmen auf weitere Auswirkungen des starken Yen einstellen, der heimische Waren im Ausland verteuert. Der ungünstige Wechselkurs dämpfte bereits die Verkäufe von PCs und Fernsehern in Europa und den USA, wie Toshiba mitteilte. Allerdings wurden die Folgen teilweise wieder durch die rege Nachfrage nach Screens für Smartphones und Kostensenkungen ausgeglichen. Der Währungseffekt schmälerte den Umsatz um 81 Milliarden Yen und das Beben den Gewinn um 90 Milliarden Yen.

Auch der Rivale und weltweite Branchenprimus bei Speicherchips, Samsung Electronics, kämpft mit dem harten weltweiten Wettbewerb. Der Riese aus Südkorea musste einen Gewinnrückgang um 26 Prozent ausweisen. Toshiba konkurriert angesichts seiner breiten Aufstellung unter anderem mit General Electric ebenso wie mit Areva aus Frankreich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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