Technologiekonzerne
Technologieriesen räumen ab

Die weltgrößten Technologiekonzerne lassen sich offensichtlich auch von den milliardenschweren Abschreibungen der Banken in Amerika sowie der schwächelnden US-Konjunktur nicht bremsen. Trotz Rezessionssorgen halten sich die Technologiekonzerne General Electric (GE) und Siemens gut - dabei zahlt sich vor allem ihre globale Präsenz aus.

MÜNCHEN. Nachdem General Electric (GE) am vergangenen Freitag für das laufende Jahr ein Gewinnplus von gut zehn Prozent prognostiziert hatte, erwarten Analysten am Donnerstag ähnlich positive Signale vom deutschen Erzrivalen Siemens.

"Wir rechnen mit einem soliden Auftragseingang und einer zufriedenstellenden Umsatzentwicklung in den Kerngeschäftsfeldern", urteilen die Spezialisten der LBBW. Noch optimistischer sind die Experten von Unicredit: "Das vergangene Quartal wird wahrscheinlich unterstreichen, dass Siemens den Umschwung geschafft hat."

Die hohen Erwartungen sind angesichts des Skandals um schwarze Kassen bemerkenswert. Schließlich wird Siemens seit über einem Jahr von einem Korruptionsskandal erschüttert. Fast täglich gelangen neue Details ans Licht. Doch die Kunden scheinen die schlechten Nachrichten nicht abzuschrecken, ein klares Indiz dafür, wie robust die Märkte sind, in denen Siemens oder GE tätig sind.

In vielen Bereichen herrschen sogar Lieferengpässe. "Nehmen Sie nur die Windenergie, da ist die ganze Branche ausverkauft", sagte der neue Siemens -Chef Peter Löscher jüngst im Handelsblatt-Interview.

Gleichzeitig profitieren die Technologiekonzerne von ihrer globalen Präsenz. Die starke Nachfrage aus den Schwellenländern gleicht die Schwäche im für Siemens und GE gleichermaßen wichtigen Markt Amerika aus. "Wir sind globaler denn je", sagte GE -Chef Jeff Immelt am vergangenen Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen.

So konnte GE den Gewinn im abgelaufenen vierten Quartal um vier Prozent auf 6,7 Mrd. Dollar (4,6 Mrd. Euro) steigern. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 48,6 Mrd. Dollar. Mehr als die Hälfte der Einnahmen erwirtschaftet das Unternehmen außerhalb des Heimatmarkts.

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