Telefonica-Deutschland
Finanzchefin darf nicht zu Fresenius wechseln

Rachel Empey, Finanzchefin von Telefonica-Deutschland, möchte zu Fresenius wechseln. Doch ihr Arbeitgeber sträubt sich: Sie habe noch einen Vertrag bis Ende 2018 – und von Fresenius habe sich niemand gemeldet.
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FrankfurtUm den Wechsel von Telefonica-Deutschland-Finanzchefin Rachel Empey zu Fresenius zeichnet sich Streit ab: Das „Manager Magazin“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Finanzkreise, die Britin solle in der gleichen Funktion zu dem Gesundheitskonzern nach Bad Homburg wechseln. Dort war Finanzvorstand Stephan Sturm vor neun Monaten zum Vorstandschef aufgerückt und übt beide Ämter seitdem parallel aus.

Telefonica (O2 und E-Plus) will die Mathematikerin aber offenbar nicht einfach ziehen lassen. Sie habe einen Vertrag bis Ende 2018, Gespräche mit Fresenius habe es nicht gegeben.

Fresenius-Chef Sturm hatte am Dienstag verkündet, man habe einen neuen Finanzvorstand gefunden, der aber noch anderswo gebunden sei. Den Namen nannte er nicht. „Der Arbeitgeber zögert noch, den Kollegen freizugeben, mit dem wir eine Vereinbarung haben“, sagte Sturm. Er gehe aber davon aus, dass der neue Finanzchef sein Amt „in nicht allzu ferner Zukunft“ antreten könne. Ein Fresenius-Sprecher wollte sich am Donnerstag nicht zu dem Bericht äußern.

Empey ist seit 2011 Finanzvorstand der Telefonica Deutschland, sie hatte das Unternehmen 2012 an die Frankfurter Börse geführt und die Übernahme von E-Plus begleitet. Der – gemessen an der Kundenzahl – größte Mobilfunk-Betreiber in Deutschland droht damit binnen weniger Monate den zweiten Top-Manager zu verlieren. Vorstandschef Thorsten Dirks wechselte zur Lufthansa-Billigfluggesellschaft Eurowings, seine Nachfolge hat Chief Operating Officer Markus Haas angetreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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