Telekom-Sektor
Cisco prognostiziert weniger Gewinn

Der US-Netzwerkausrüster Cisco schaut pessimistisch in die kommenden drei Monate und prognostiziert unerwartet einen geringeren Gewinn. Schuld daran sollen unter anderem Investitionskürzungen bei Service-Providern sein.
  • 0

BangaloreInvestitionskürzungen bei Telekom-Konzernen und eine schwache Nachfrage aus Schwellenländern bremsen die Geschäfte des US-Netzwerkausrüsters Cisco. Das Unternehmen prognostizierte deshalb am Mittwoch für das laufende Vierteljahr einen unerwartet geringen Gewinn und schickte seine Aktien nachbörslich rund ein Prozent ins Minus.

"Service Provider sind die große Herausforderung. Das liegt an zwei oder drei US-Service Providern, die ihre Bestellungen bei uns dramatisch gekürzt haben", erläuterte Konzernchef John Chambers. AT&T hatte erst vergangene Woche angekündigt, seine Investitionsplanung für das kommende Jahr um drei Milliarden Dollar auf 18 Milliarden Dollar zu kürzen.

Eine zunehmende Nachfrage nach seinen neuen leistungsfähigen Routern und Switches bescherte dem Unternehmen dagegen im abgelaufenen Vierteljahr einen unerwartet hohen Umsatz. Die Gesamteinnahmen des Konzerns kletterten im Vergleich zum Vorjahr um etwa 160 Millionen Dollar auf 12,25 Milliarden Dollar.

"Wir befinden uns noch immer in einem schwierigen Umfeld, aber nehmen ermutigende Trends wahr, weil Städte, Unternehmen, Regierungen und Schulen zunehmend digitalisiert werden", erläuterte Chambers. Beim Nettogewinn verbuchte Cisco einen Rückgang um rund neun Prozent auf 1,83 Milliarden Dollar.

Cisco hatte erst im August die dritte Sparrunde in nur drei Jahren mit dem Abbau von zusätzlich 6000 Arbeitsplätzen angekündigt. Cisco gehört zu den amerikanischen Firmen, die stark von den Enthüllungen in der NSA-Abhöraffäre betroffen sind. Besonders ausländische Kunden sind seitdem zurückhaltender.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Telekom-Sektor: Cisco prognostiziert weniger Gewinn"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%