Toshiba-Bilanzskandal
Der erfundene Gewinn

PremiumManager tricksten bei den Kosten, Wirtschaftsprüfer nickten falsche Angaben ab: Dem Elektronikkonzern Toshiba droht wegen geschönter Bücher eine beispiellose Rücktrittswelle. Der Skandal hat eine besondere Tragik.

TokioIn gewisser Weise kommt Japans Regierung der Bilanzskandal beim ehrwürdigen Technikkonzern Toshiba wie gerufen. Sie kann nun ein Exempel statuieren, um der Japan AG klarzumachen, dass es Ministerpräsident Shinzo Abe ernst ist mit einer Reform der Corporate Governance. Noch bevor am kommenden Dienstag ein Untersuchungsausschuss sein Ergebnis vorlegen wird, steht schon fest, dass Toshiba finanziell und personell einen hohen Preis für geschönte Jahresabschlüsse zahlen muss.

Nicht nur wird Toshiba wahrscheinlich die Gewinne der vergangenen fünf Jahre um mehr als 170 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) nach unten korrigieren müssen. Dies ist mehr als dreimal so viel wie Toshiba im...

 
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