Überlebenskampf gegen Facebook
Anleger verlieren die Geduld mit Snap

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Facebook baut schnell nach

Doch die Strategie der unverfrorenen Ansagen, der Hybris, wird sich langfristig nicht auszahlen. Spiegel muss beweisen, dass er sich gegen die große Konkurrenz von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg behaupten kann, der so gnadenlos wie erfolgreich zentrale Funktionen von Snap kopiert.

An dem für das Start-up ohnehin so schwierigen Quartalstag führte Facebook einen neuen Video-Tab ein, der seinen Nutzern originäre Video- und TV-Inhalte zeigen soll, eine neue Konkurrenz für Snaps Feature „Discover“, für das Partner wie Time Warner eigene Inhalte produzieren.

Facebook wird immer den Vorteil besitzen, dass es Software-Features in kürzester Zeit nachbauen und schnell an zwei Milliarden Nutzer weltweit ausrollen kann. Das zeigte Zuckerberg nicht zuletzt mit der Einführung von „Instagram Stories”, einer nahezu exakten Kopie eines Snap-Features. Es besitzt mit einer Reichweite von über 250 Millionen Nutzern inzwischen mehr Fans als ganz Snapchat.

Das gleiche gilt für Google, das offenbar ebenfalls an einem Snap-Klon für die beschleunigte Auslieferung von Suchergebnissen für Mobilgeräte (kurz: AMP) arbeitet, gemeinsam mit Partnern wie „Vox“, „CNN“, der „Washington Post“.

Wenn Spiegel gegen diese Übermacht gewinnen will, muss er sich mehr einfallen lassen. Die neue Hardware-Sparte mit den lustigen Datenbrillen „Spectacles” jedenfalls wird den Verfall kaum aufhalten. Das Interesse im Markt ist gering. Die Analysten von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Co. stellten zu den Aussichten des vermeintlichen Hoffnungsprodukts keine einzige Frage.

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