Übernahme von Xoom
Paypal schielt auf Amazon und Alibaba

Paypal übernimmt den Geldtransfer-Dienstleister Xoom. Knapp 900 Millionen Dollar legt das Unternehmen dafür auf den Tisch. Es ist eine Strategieentscheidung, die neue Allianzen möglich macht.
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San FranciscoDer Online-Finanzdienstleister Paypal vergrößert sich. 890 Millionen Dollar legte die Firma für Xoom aus San Francisco auf den Tisch. Das Unternehmen wickelt wie Paypal internationale Geldgeschäfte online ab.

Laut eigenen Angaben verfügt Xoom über 1,3 Millionen Kunden bei einem Umsatz von 44,4 Millionen Dollar. Besonders stark vertreten ist die Firma im asiatischen Raum, was sie für Paypal attraktiv macht.

„Xooms Präsenz in 37 Ländern – insbesondere in Mexiko, Indien, den Philippinen, China und Brasilien – wird uns dabei helfen, in diese wichtigen Märkte zu expandieren”, kommentierte denn auch Paypal-Präsident Dan Schulman den Milliarden-Deal.

Knapp drei Wochen vor der Abspaltung vom Auktionshaus Ebay macht sich Paypal hübsch für neue Partner. Mit Xoom verbindet das Online-Unternehmen aus San Jose zudem alte Seilschaften. Es wurde 2001 von Paypal-Investor Kevin Hartz gegründet.

Nach dem Deal wäre für Paypal eine Allianz mit dem Branchenriesen Amazon möglich, außerdem mit dem chinesischen Konzern Alibaba, der mit seinem Auftritt an der Wall Street vergangenen September auf einen Schlag 25 Milliarden Dollar einnahm und mal eben den bislang größten Börsengang der Internet-Geschichte absolvierte. Jack Mas Unternehmen verfügt zwar mit Alipay über einen eigenen Dienstleister für Geldtransfers, erlangte seine Stärke bislang jedoch ausschließlich im chinesischen Markt. Dort kann Alibaba nicht ewig wachsen und strebt deshalb auf den US-Markt.

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