Übernahmen angekündigt
Lenovo will auf Einkaufstour gehen

Der weltgrößte Computerhersteller Lenovo steigert Umsatz und Gewinn deutlich. Die Chinesen profitieren vom guten Geschäft mit Smartphones. Mit Übernahmen wollen sie sich weiter verstärken.
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PekingDer weltgrößte Computerhersteller Lenovo hat ihren Gewinn im zweiten Quartal um 23 Prozent steigern können. Grund war nach Unternehmensgaben das gute Geschäft mit Smartphones und anderen Mobilgeräten. Der Gewinn in den im Juni zu Ende gegangenen drei Monaten lag bei 174 Millionen Dollar, wie das chinesische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

Der Absatz von Desktop-PCs war demnach unverändert, der von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten legte um 105 Prozent zu. Laptops, die 52 Prozent des Geschäfts von Lenovo ausmachen, konnten 4,7 Prozent zulegen. Die Zahlen von Lenovo belegen auch die sich ändernde Nachfrage bei den Verbrauchern, die immer öfter Mobilgeräten den Vorzug geben.

Die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC hatten ermittelt, dass Lenovo den langjährigen Marktführer Hewlett-Packard im vergangenen Quartal als weltgrößten PC-Hersteller überflügelt hatte. Angesichts der sinkenden Nachfrage nach herkömmlichen Computern profitiert der Konzern, der einst das PC-Geschäft von dem US-Technologieriesen IBM übernommen hatte, von dem raschen Ausbau seines Angebots an mobilen Geräten.

So konnte Lenovo in den drei Monaten bis Ende Juni dem Marktforschungsinstitut IDC zufolge den heimischen Rivalen ZTE als viertgrößten Smartphone-Hersteller hinter Samsung, Apple und LG ablösen. Dabei konzentriert sich der Konzern vor allem auf Schwellenländer. Aber auch in den USA will er bald erstmals ein Smartphone anbieten – möglicherweise noch in diesem Jahr.

Der chinesische Konzern kündigte eine Einkaufstour an. Lenovo sehe sich nach Übernahmezielen sowohl im Computer als auch im Smartphone-Bereich um, sagte Konzernchef Yang Yuanqing der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Er äußerte sich nicht zu andauernden Spekulationen, Lenovo könnte sich für den kriselnden Smartphone-Pionier Blackberry interessieren. Blackberry prüft derzeit einen Verkauf des Unternehmens.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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