Übernahmeplänen
Rückschlag für Michael Dell

Michael Dell möchte das Unternehmen, das er gegründet hat, gerne wieder zu seinem eigenen machen. Der Firmengründer will Dell mit Beteiligungsgesellschaft übernehmen. Doch nun gibt es den nächsten Rückschlag.
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New YorkDer US-Unternehmer Michael Dell hat bei seiner geplanten Übernahme des von ihm gegründeten PC-Herstellers eine schwere Niederlage einstecken müssen. Ein Sondergremium des Konzerns lehnte es am Mittwoch ab, wie von Dell beantragt die Abstimmungsregeln für Aktionäre zu ändern. Damit könnte er für sein Vorhaben nicht genügend Stimmen bekommen. Insider hatten berichtet, sollten die Regeln nicht geändert werden, halte Dell seinen Plan für gescheitert.

Der Firmengründer will zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake die Macht im Konzern übernehmen.

Die Gruppe kritisiert, dass Enthaltungen vieler Aktionäre als Gegenstimmen gewertet werden. Dell und Silver Lake bieten Aktionären zurzeit 13,75 Dollar je Aktie an. Die Papiere des Unternehmens wurden im New Yorker Mittagshandel mit einem Abschlag von knapp drei Prozent gehandelt und kosteten 12,49 Dollar.

Dell will sein vor rund drei Jahrzehnten gegründetes Unternehmen von der Börse nehmen und in Ruhe sanieren. Dagegen hat sich aber Widerstand formiert, allen voran von Milliardär Carl Icahn, der selbst Übernahmepläne hat. Der weltweit drittgrößte PC-Hersteller kämpft angesichts des Booms bei Tablets und Smartphones mit rückläufigen Umsätzen. Die neuen Märkte werden von Apple und Samsung dominiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Übernahmeplänen: Rückschlag für Michael Dell"

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  • Beim Zocken waren Dell und sein Management auch nicht gerade zurueckhaltend. Das ging so weit, gar die Umsatzzahlen zu manipilieren. Dell zahlte 100 Mio. und M.D. 4 Mio extra Strafe, die es ihm erlaube weiter als CEO zu arbeiten. Die bislang rd. 18 Mrd. grossen Investitionen bei Firmenaufkaeufen, waren ganz vorsichtig gesagt sehr bescheiden. Dell ist zudem seit 2007 wieder CEO, seit dem ging es weiter bergab. Das Produkt - und Service Portfolio stimmt nicht, da gibt es viel Arbeit. Vielleicht waere ein neues Management eine echte Alternative.

  • @ Computerfachmann,

    warum Schrottfirma? Weil es an dieser geheiligten Börse z. Zt. mit Dell nicht gerade besonders gut läuft? Weil die Aktionäre ach so bitter enttäuscht sind?

    Tut mir leid, ich persönlich würde sehr begrüßen, wenn Dell wieder in die Hände seines Gründers übergeht.

    Hab' als Kunde und Verbraucher vor zig Jahren nur allerbeste Erfahrungen mit einem Dell-Rechner gemacht. PCs gut aufrüstbar, solide, wenn auch etwas teurer. Ehe das mit dem Rendite-Wahn so richtig los ging, bot Dell guten, erreichbaren, menschlichen SERVICE, und im Zweifelsfall auch Kulanz.

    Was mich derzeit etwas stört, ist diese beteiligte Beteiligungsfirma. Ansonsten wünsche ich Herrn Dell, SEINE Firmengründung wieder zu gewinnen. Ein Unternehmen von dieser trügerischen Börsenbewertung fort zu nehmen, halte ich als Nichtzocker für durchaus sinnvoll. Plus für den Endverbraucher von großem Vorteil, muss der doch nicht zusätzlich die Gier der Anteilseigner befriedigen. Der Verbraucher nämlich soll das Endprodukt bezahlen (können), das ihn dann, hoffentlich, endlich wieder halbwegs zufrieden stellt.

    Ein rechtzeitiger Abgang aus den Zockerparadisen wird evtl. demnächst sogar überlebenswichtig für ein Unternehmen??? Wir werden ja sehen, warum und wo Dell unter welchem Eigentümer nach Ende dieses Übernahmespiels in ca. 5 Jahren steht ....



  • Dell, diese Schrottfirma!

    Hoffentlich ist es bald damit Aus!

    R.I.P.

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