Umsatz und Erträge wachsen in diesem Jahr
Philips will mehr Arbeit ohne Lohnausgleich

Die Hamburger Philips GmbH will für ihre Beschäftigten in der Halbleiterfertigung die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich einführen.

beu HAMBURG. „Wir werden in den Bereichen darüber nachdenken müssen, in denen wir mit Standardprodukten im internationalen Wettbewerb stehen,“ sagte der Sprecher der Geschäftsführung Walter Conrads in Hamburg. Bisher ermöglicht ein Flexibilisierungsabkommen, die wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden auszuweiten – allerdings bei vollem Lohnausgleich. In den voll ausgelasteten Halbleiterwerken von Philips in Hamburg und Böblingen sind rund 3 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Philips folgt mit dem Vorstoß den Forderungen von Siemens und MAN. Die IG Metall steht den Plänen kritisch gegenüber: „Wir lehnen dies ab, sind aber zu Gesprächen über Flexibilisierung bereit,“ sagte ein IG Metall-Sprecher.

Die Philips GmbH, deutsche Tochter des niederländischen Philips-Konzerns, hat im vergangenen Jahr mit 11 000 Mitarbeitern 4,1 Mrd. Euro (+ 1 %) umgesetzt, davon knapp 1,8 Mrd. Euro in Deutschland. Der Gewinn lag nach Conrads’ Worten in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. In diesem Jahr rechnet Conrads mit einer Umsatzsteigerung im „hohen einstelligen“ Bereich, verbunden mit einer weiteren Ergebnissteigerung.

Standbeine der Philips GmbH sind die Medizintechnik, Licht, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte und Halbleiter. In der Medizintechnik, die mit einem Umsatzanteil von 27 % größte Sparte, spielt Deutschland eine Schlüsselrolle für den Konzern. In der Unterhaltungselektronik hat Philips in Deutschland mit einem Marktanteil von 13 % in letzten Jahr erstmals die Marktführerschaft vor Sony übernommen.

2003 hat Philips in Deutschland rund 100 Mill. Euro vorrangig in die Produktion von LCD-Großbildschirmen und Autolampen investiert. Auch 2004 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant.

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