Umsatzplus im dritten Quartal
Kundenzuwachs zahlt sich für E-Plus nicht aus

Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter E-Plus zählt dank seiner Produkt-Offensive erstmals mehr als 10 Millionen Kunden. Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal um sechs Prozent, zugleich ging allerdings das operative Ergebnis zurück.

HB AMSTERDAM/FRANKFURT. Auch die niederländische Muttergesellschaft KPN büßte an Gewinn ein, was aber im Wesentlichen vom Wettbewerb im Festnetzgeschäft herrührte und im Rahmen der Erwartungen lag. Für das Gesamtjahr erhöhte KPN dennoch erneut seine Prognose.

Die Zahl der Kunden sei zum Ende des dritten Quartals auf über 10,1 Mill. gestiegen, teilte E-Plus am Montag mit. Rund zwei Drittel der 327 000 Neukunden hätten sich für einen Laufzeitvertrag (Postpaid) entschieden. Damit stieg der Anteil der Vertragskunden - die in der Regel höhere Umsätze als Nutzer von Guthabenkarten (Prepaid) bringen - im Vergleich zu den beiden Vorquartalen um einen Punkt auf 52 %.

Mit dem Kundenplus gewann E-Plus mehr Nutzer als im zweiten und ersten Quartal mit 146 000 und 140 000. Die Nummer vier am Markt, O2, ist ihrem ärgsten Konkurrenten aber mit aktuell mehr als neun Mill. Kunden dicht auf die Fersen gerückt. Marktführer T-Mobile veröffentlicht seine Zahlen am Mittwoch, die Nummer Zwei Vodafone folgt kommende Woche.

Das Kundenwachstum schlug sich im Umsatz nieder, der im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 717 Mill. € stieg. Jedoch musste E-Plus beim durchschnittlichen Monatsumsatz pro Kunden einen leichten Rückgang um einen auf 21 € hinnehmen, was das Unternehmen mit den generell gesunkenen Minutenpreisen begründete. Auch der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) wurde belastet und sank um fünf Prozent auf 169 Mill. €, lag damit aber über dem des zweiten Quartals. Auch die Umsatzrendite stieg zum Vorquartal um zwei Prozentpunkte auf 23,7 %.

Um dem sich stetig verschärfenden Wettbewerb im Mobilfunkmarkt zu begegnen, verfolgt E-Plus eine Mehrmarkenstrategie. Weder die Discount-Marke Simyo für Normaltelefonierer noch die Flatrate-Marke Base bieten subventionierte Handys an, was die Kosten für E-Plus senkt. Auf der anderen Seite fallen Anfangsaufwendungen an.

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